27. 05. 2012
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Australischer Botschafter im Rathaus
Im Zeichen der bevorstehenden Großveranstaltung der katholischen
Christen, aber auch aus anderen Gründen gab sich der Botschafter des
Landes S.E. Ian Kemish am heutigen Montag die Ehre, das Kölner Rathaus
zu besuchen.
In dem rund einstündigen Arbeitsgespräch mit Kölns Oberbürgermeister
Fritz Schramma wurde zahlreiche Themenkomplexe gestreift. Im
Mittelpunkt standen dabei die Bemühungen um einen intensiveren Kultur-
und Wirtschaftsaustausch zwischen beiden Ländern. Köln als Metropole
der Rheinland-Region steht dabei in einem besonderen Fokus der
Offiziellen. „Wir können viel von dieser Stadt lernen“, lobte Kemish
die erfolgreiche Arbeit der Kölner Organisatoren bei den
Großveranstaltungen der Jahre 2005 und 2006. Der Botschafter, der
bereits als 20-Jähriger die Domstadt besuchte, kündigte zugleich eine
australische Woche an, die vom 21. bis 31. Mai dieses Jahres auch in
Köln Station machen soll. Neben dem Weltjugendtag in Sydney, auf dem im
Übrigen auch rund 600 Gläubige samt Erzbischof anwesend sein werden,
steht dabei das bessere Kennenlernen des australischen Kontinents, des
Landes und auch seiner Bewohner selbst auf dem Programm. „Eigentlich
wissen wir viel zu wenig von Ihrem Land“ bekannte auch Schramma
freimütig.
Im Rahmen der Australien-Woche gebe es bereits eine Vereinbarung mit
dem Kölner Filmhaus, wo neben einer Filmwoche mit Werken aus „down
under“ auch namhafte Künstler des Landes auftreten werden. Australiens
bekanntester Exportschlager, die 40-jährige Pop-Sängerin Kylie Minogue,
wird ebenfalls gegen Ende in der Domstadt eines ihrer wenigen
Deutschland-Konzerte abhalten, wie Kemish bemerkte. Im Hinblick auf die
gegenseitigen Wirtschaftskontakte sehen beide Seiten zudem weitere
Potenzial. Zwar gebe es bereits einen intensiven Austausch und
Investitionen großer Unternehmen in die Märkte des jeweils anderen
Landes. Kemish erwähnte in diesem Zusammenhang den Essener
Hochtief-Konzern, der mit seiner australischen Tochtergesellschaft
wichtige Infrastrukturprojekte im Land errichtet. Für Köln brachte
Schramma den Messe- und Investmentstandort Köln ein.
KölnTourismus-Geschäftsführer Josef Sommer sprach dabei von
durchschnittlich rund 15.000 registrierten australischen Touristen in
der Domstadt. Lediglich zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde diese
Zahl mit 25.000 deutlich übertroffen.
Schramma nahm zudem eine Einladung für ein Dinner am 29. Mai entgegen.
Zwar findet an diesem Tag eine Sitzung des Kölner Stadtrates statt,
Schramma versprach aber, den Termin auf jeden Fall zu nutzen. Er selbst
habe sogar familiäre Bindungen an das Land. Bereits sein Großvater habe
vor Jahrzehnten das Land auf der anderen Seite des Globus bereist. Das
Tagebuch werde er sich in den kommenden Tagen nochmals vornehmen,
versprach Kölns Stadtoberhaupt abschließend.

























