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27. 05. 2012
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Cologne Connects – Nur ein Vorschlag für eine neue Marke


26.01.2009 22:20 von:

Schlagwörter: Köln,Wirtschaftsförderung,Außenwirtschaftskonzept,Studie,KPMG,Markenboard

Es ist einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte. Die Marke Köln weiterentwickeln. Nach diversen Sitzungen und noch mehr Gesprächen bestätigte Kölns Wirtschaftsdezernent Dr. Norbert Walter-Borjans am heutigen Montag die Bedeutung seiner bisherigen Prioritäten durch gleich zwei neue Studien. Die eine – durchgeführt von der Wirtschaftsprüfungs- und Consultinggesellschaft KPMG – beschäftigt sich mit den Faktoren für Standortentscheidungen ausländischer Investoren und den Potenzialen für den Wirtschaftsstandort Köln. "Wir müssen die bereits erreichten Erfolge immer wieder systematisch hinterfragen", erklärte Walter-Borjans. "Die Studie bestätigt unsere bisherigen Maßnahmen. Wir haben aber noch genügend Luft, noch besser zu werden", ergänzte Michael Josipovic, Leiter der Abteilung Standortmarketing im Wirtschaftsdezernat. Mit den Initiativen in Richtung China und Indien liege man in jedem Fall richtig. Ob die Türkei als Zielland von Marketingmaßnahmen tatsächlich in der ersten Reihe stehen muss. Während die Umfrage vor allem qualitativ angelegt war, umfasste die zweite Studie die Gruppe der internationalen Führungskräfte mit Entscheidungsbefugnis.

In der zweiten Studie, mit maßgeblicher Unterstützung des Kölner Markenboards initiiert, wurden rund 1000 Führungskräfte internationaler Unternehmen zu den Faktoren befragt, nach denen sie eine Standortentscheidung treffen. Obwohl in der jüngsten Vergangenheit viel über die weichen Standortfaktoren geredet wurde, kommt die Studie zu einer klaren Aussage. "Köln steht für vieles, nur nicht für Wirtschaft", so die harte Wahrheit, die Unternehmensberater Thomas Barta mitzuteilen hatte. Zwar kannten 83 Prozent der Befragten den Namen Köln, aber nur 29 Prozent sind mit Köln vertraut. Gerade einmal zwei Prozent zeigten eine Präferenz für eine mögliche Ansiedlung in Köln. Die Schlussfolgerung der Studie, die von TNS Emnid durchgeführt wurde, ist ebenso klar: Die Bekanntheit Kölns muss größer werden, will die Domstadt von potenziellen Neuansiedlungen ausländischer Investoren profitieren. Effiziente Behörden (hier hat Köln in der jüngsten Vergangenheit sehr gute Noten erhalten), Toleranz und Sicherheit sowie die Möglichkeit, schnell geschäftliche Kontakte knüpfen zu können sind dabei die wichtigsten Faktoren für eine Ansiedlungsentscheidung. Barta fasste die Ergebnisse der Studie unter dem Arbeitstitel "Köln verbindet" zusammen. "Das kann Köln", weiß der Unternehmensberater.

Bündelung der Kommunikation

Zwar ist mit den Erkenntnissen beider Studie noch kein Durchbruch erzielt. Aber Walter-Borjans verteidigte die Kosten beider Studien (ca. 160.000 Euro) als notwendige Voraussetzung, mit dem Standortmarketing zukünftig weiter erfolgreich zu bleiben. So wird die Kölner Wirtschaftsförderung bereits in diesem Jahr reagieren. Auf dem Programm stehen unter anderem zwei Reisen in die USA. In Atlanta und Indianapolis habe man zwar noch keinen exakten Programmplan, aber Automobil und Biotechnologie könnten zwei mögliche Branchenschwerpunkte sein. Zudem ist ein Besuch in London geplant. Ursache für dieses Umdenken ist ebenfalls eine Erkenntnis aus der Studie.

Aus der Analyse der großen Zahl von Neuansiedlungen ausländischer Unternehmen in Köln (600 von 1400 erfolgten seit 2003) ergab sich ein deutliches Übergewicht von klassischen Investitionsländern wie den USA und Staaten aus Westeuropa. "Auch diese Länder dürfen wir nicht außen vor lassen", bekräftigte Walter-Borjans. Immerhin erwirtschaften ausländische Tochtergesellschaften und Neugründungen in Deutschland insgesamt 19 Prozent der Umsätze, beschäftigen zehn Prozent aller Arbeitsplätze und kommen für ein Viertel aller Industrieforschungen auf. "Einen Teil dieses Wachstum wollen wir auf Köln ziehen", beschreibt Walter-Borjans den neuen Ansatz. In diesem Zusammenhang wolle man sich zudem bemühen, auch den städtischen Internetauftritt mehrsprachig zu gestalten. Das hatten die Verantwortlichen bereits bei der Umstellung vor zwei Wochen erklärt. Ob aber der eingereichte Vorschlag, dem Ansinnen der Wirtschaftsverantwortlichen gerecht zu werden, ließ Walter-Borjans offen. Die Arbeit an der "Marke Köln" geht also in eine weitere Runde.







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