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27. 05. 2012
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Deutsch-französischer Schülerkulturaustausch feiert 20. Geburtstag


06.12.2010 13:20 von:

Schlagwörter: Köln,Nantes,2010,Schüleraustausch,Lycee,FWG,Gymnasium,Völkerfreundschaft,2010,Em

Im Jahr 1990 wurde zwischen den beiden Städten Köln und Nantes eine Bande geknüpft, die trotz zwischenzeitlicher Krisen bis heute hält. 26 Schülerinnen und Schüler und 26 ihrer deutschen Schulkameraden kamen am heutigen Montagvormittag in den Spanischen Bau des Kölner Rathauses, um ein rundes Jubiläum zu feiern. Zwischen dem Lycée Gabriel-Guist’hau in Nantes und dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) gibt es seit inzwischen 20 Jahren einen intensiven Schüleraustausch. Jeweils einmal im Jahr besuchen sich die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen für etwas mehr als eine Woche gegenseitig. Für Kölns Bürgermeisterin Angela Spizig war der heutige Termin ein ganz besonderer, schließlich hatte sie selbst in ihrer Funktion als Lehrerin auf diesem Gymnasium den Schüleraustausch vor 20 Jahren wesentlich mitgestaltet. Und als ehemalige Französisch-Lehrerin hatte Spizig folglich auch keine Mühen, die Geschichte der Zusammenarbeit beider Schulen sowie einen kurzen Abriss der 2000-jährigen Kölner Stadtgeschichte den Anwesenden kurz näher zu bringen. Aber neben dem runden Geburtstag und der eigenen Vorgeschichte betonte Spizig noch einen anderen Umstand, der möglicherweise noch mehr zum Feiern einlädt. "Köln ist die einzige Stadt in Deutschland, wo dieses Programm derzeit noch läuft und weiter laufen wird", berichtete die Bürgermeisterin nicht ohne Stolz.

In der Tat bietet das Austauschprogramm "Classe musee Europe" den angehenden Abiturienten einen neuen Blick auf den europäischen Nachbarn. Schon seit dem Elysee-Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland aus dem Jahr 1963 wird das Element des Schüleraustausches intensiv gepflegt. So unternahmen die beiden großen Protagonisten der Nachkriegspolitik beider Länder, der ehemalige General Charles de Gaulle und der erste Bundeskanzler der Bonner Republik und frühere Kölner Oberbürgermeister Dr. Konrad Adenauer, den Versuch, durch die Intensivierung der beiderseitigen Beziehungen ein festes Fundament der Freundschaft zu bilden. Verschiedene Initiativen – wie auch die der 1990 gestarteten Austauschprogramme mit dem Schwerpunkt Kultur – sollten dem Vertragswerk beider Staaten folgen. "Das Interesse nimmt seit einigen wieder erfreulich zu", berichtete auch Andrea von Wülfingen, Lehrerin am FWG und Koordinatorin des Austauschprogramms mit Nantes. Als sie vor fünf Jahren von ihrer Vorgängerin die Aufgabe übernahm, gab es noch Schwierigkeiten, eine Klasse von 18 Schülerinnen für den Austausch zu motivieren. Heute ist das anders. "Schon wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres kommen die ersten Anmeldungen. Inzwischen ist es fast so etwas wie ein Selbstläufer", bestätigte von Wülfingen.

Die 26 Schülerinnen und Schüler aus Nantes werden noch bis Freitag dieser Woche in der Domstadt bleiben. Im April kommenden Jahres werden dann die 26 Kölner Schülerinnen und Schüler zum einwöchigen Gegenbesuch in den Westen reisen und sich die Stadt Nantes anschauen können. "Dann hoffentlich auch mit angenehmerem Wetter", wie Bürgermeisterin Spizig den Jugendlichen mit auf den Weg gab.







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