27. 05. 2012
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Ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen besuchen die Domstadt
Die Besucher kamen aus Polen und waren zumeist schon weit jenseits der 70 Jahre alt. Seit dem vergangenen Pfingstsonntag befinden sich zwölf Überlebende der Konzentrationslager in der Schreckensherrschaft der NS-Diktatur in der Domstadt. Insgesamt werden sie zwei Wochen am Rhein bleiben. Betreut werden die polnischen Staatsbürger von dem in Freiburg ansässigen Maximilian-Kolbe-Werk. Das will eigenem Bekunden nach in diesem Jahr insgesamt 300 Zeitzeugen aus jener dunklen Vergangenheit nach Deutschland einladen. Und am heutigen Dienstagvormittag wurde sie von Bürgermeisterin Angela Spizig auch hochoffiziell als Gäste in der Domstadt empfangen.
Auf dem Programm stehen unter anderem Besuche in Schulen, wo die Überlebenden ihre persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen an die junge Generation weiterreichen wollen. Die gemeinnützige Einrichtung finanziert die Aufenthalte aus Spendenmitteln. Eigentlich sollte in diesem Jahr eine der eingeladenen Gruppen erst im Oktober nach Köln kommen, wie es auf einer Liste der Freiburger Gesellschaft hieß. Insgesamt hat die Gesellschaft in den zurückliegenden 30 Jahren mehr als 12.000 KZ-Überlebenden eine Reise in das Land ihrer früheren Peiniger ermöglicht und organisiert. Das Kolbe-Werk orientiert sich dabei an so genannten "Zeitzeugen-Programmen", die vonseiten der kommunalen Schulträger aufgesetzt wurden. Köln gehört dabei zu den Städten, die regelmäßig Kontakte zwischen Überlebenden und Schulen vermitteln. Unterstützt wird die Arbeit der Freiburger Organisation vom Diözesanrat der Katholiken in Köln.

























