27. 05. 2012
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Europäischer Wirtschaftssenat macht Station im Rathaus
Oberbürgermeister Fritz Schramma begrüßte die rund 50 Teilnehmer der
exklusiven Wirtschaftsrunde. Seit der letzten Tagung in Köln ist
Schramma Ehrenmitglied und Wirtschaftssenator in dem Gremium. Aber
nicht nur aus diesem Grunde hatte er das letzte Zusammentreffen im
April 2006 in guter Erinnerung, wie das Kölner Stadtoberhaupt freimütig
bekannte.
Baukräne als Zeichen der Veränderung
In seiner Ansprache hob Schramma die jüngsten Veränderungen in der
Domstadt hervor. Mit dem weiteren Ausbau des ehemaligen Rheinauhafens
zu einem modernen Stadtquartier mit gemischter Nutzung sowie der neuen
hochkarätigen Büromeile rund um die Messe habe Köln seit dem letzten
Zusammentreffen des EWS weitere positive Akzente gesetzt. „Selbst
unsere eigenen hochgesteckten Erwartungen wurden übertroffen“, erklärte
Schramma. Auch in anderen wirtschaftsrelevanten Bereichen befinde sich
die Stadt am Rhein auf Wachstumskurs. Ob Flughafen, die
Bildungslandschaft mit Universität und Fachhochschule sowie den
Marketing-Aktivitäten in Richtung China, Indien und demnächst auch in
die Türkei sowie die positiven Einwohnerzahlen, die Köln auch im Jahr
2035 noch zur Millionenstadt machen. Die Stadt steht gut da und wird
zudem immer beliebter für Touristen, wie Schramma auf die zu Beginn
dieser Woche veröffentlichten Besucherzahlen erläuterte.
Hochkarätige Fachvorträge von namhaften Experten
EWS-Präsident Prof. Dr. Bernhard Friedmann, ehemaliger Leiter des
europäischen Rechnungshofes und langjähriger Bundestagsabgeordneter
lobte die Arbeit des Oberbürgermeisters. Zugleich steckte Friedmann
aber auch den Rahmen ab, der Politik in die Pflicht nimmt. Ziel ist es
dabei, die Rahmenbedingungen für eine optimale Wirtschaftsentwicklung
zu setzen. „Wirtschaft, Politik und Gesellschaft müssen Hand in Hand
arbeiten“, forderte Friedmann. Und Kommunalpolitik sei dabei nicht nur
aus diesem Grunde „hochinteressant“, wie der Wirtschaftsfachmann weiter
ausführte.
Die Einflussmöglichkeiten von Politik auf die wirtschaftliche
Entwicklung waren auch Thema des ersten Vortrags von Prof. Dr. Michael
Hüther, dem amtierenden Direktor des Kölner Institut der deutschen
Wirtschaft (IW). Der gebürtige Düsseldorfer, der mit seinen rund 340
Mitareitern in naher Zukunft innerhalb der linksrheinischen Innenstadt
ein neues Domizil beziehen wird, beschäftigte sich in seinem
Impulsvortrag ausführlich mit genau diesem Handlungsspielraum.

























