27. 05. 2012
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Gipfeltreffen der Bürgermeister in Brüssel
Am Donnerstag vergangener Woche trafen sich in der europäischen Hauptstadt Brüssel die Repräsentanten von zahlreichen Städten nicht nur aus Europa, um über die Zukunft der Städte und die globalen Herausforderungen zu diskutieren. Auch Köln nahm mit einer Delegation an der Veranstaltung teil. Neben Vertretern des Amtes des Oberbürgermeisters und der Wirtschaftsförderung nahm auch Kölns Bürgermeisterin Angela Spizig (Grüne) an der Veranstaltung teil. Hintergrund war das turnusmäßige Treffen des Lenkungsausschusses im Bürgermeisternetzwerk "Global Cities Dialogue", das am gleichen Tag in der belgischen Metropole erfolgte. Sogar Nellie Kroes, EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft und Vizepräsidentin der EU-Kommission, war der Einladung der Kölner Bürgermeisterin zum Austausch mit Vertretern des Netzwerks beim Unternehmen Cisco in Brüssel gefolgt. Angela Spizig hatte stellvertretend für das Bürgermeisternetzwerk eingeladen, die Grünen-Politikerin ist Vorstandsmitglied im Lenkungsausschuss des Netzwerks.
Kroes sprach gleich auf der Veranstaltung den anwesenden kommunalen Vertretern ihren Dank aus für das Engagement im Sinne eines verbesserten Zugangs zur Informationsgesellschaft für alle Bürgerinnen und Bürger der Welt. Sie wies zugleich darauf hin, dass die Städte den aktuellen Herausforderungen, wie beispielsweise Alterung der Gesellschaft, Klimawandel und zunehmende globale Vernetzung nur mit großen weiteren Anstrengungen und Investitionen in die aktuellen Informations- und Kommunikationstechnologien begegnen können. Trotz gewaltiger Fortschritte, insbesondere in den Metropolregionen, sind auch heute noch rund 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der EU niemals im Internet gewesen. Kroes forderte die Städte auf, die bei der Generaldirektion bereitgestellten Mittel für Infrastrukturinvestitionen auch abzurufen. Dies sei bisher nicht in ausreichendem Maße geschehen, wie die EU-Kommissarin kritisierte. Wer nicht persönlich dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit mittels moderner Konferenz- und Übertragungstechnik den Ausführungen der EU-Kommissarin sowie dem Geschehen vor Ort trotzdem zu folgen. So waren – obwohl selbst nicht anwesend – auch Vertreter von Städte aus Italien, Finnland und sogar Japan zugeschaltet.
Das Netzwerk Global Cities Dialogue wurde im Jahr 2000 Jahren gegründet. Köln gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Inzwischen hat die Zahl der Mitglieder auf rund 200 erhöht. Eines der zentralen Anliegen dieses Zusammenschlusses ist die Verbesserung des Zugangs zur digitalen Welt, hinzu kommt seit einigen Jahren ein Wirtschaftsdialog. Auf Initiative Spizigs startete unter anderem auch eine Konferenzserie, die Rahmen des Netzwerks stattfindet. Premiere für diese neue Veranstaltung ist am 1. Juli dieses Jahres in Eschborn bei Frankfurt am Main, als Orte für weitere Veranstaltungen dieser Netzwerk-Konferenzen sind Berlin und München im Gespräch, hieß es dazu abschließend.

























