27. 05. 2012
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Jugendreferenten aus dem Kosovo zu Gast in Köln
Knapp zwei Drittel aller Einwohner in dem seit dem Frühjahr 2008 unabhängigen Staat Kosovo sind unter 25 Jahren. Zwar wies das Land zwischen Serbien, Bosnien und Albanien im vergangenen Jahr eine der höchsten Wachstumsraten in ganz Euro auf. Doch noch liegt vieles im Argen, wie Günter Grzybek von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) erläuterte. Insbesondere das Problem der Kinder- und Jugendarbeit stellt sich als eine der drängendsten Aufgaben für den jungen Staat dar und so wollen die knapp 30 Gäste aus dem Land, darunter auch eine Handvoll Damen, Neues über den Aufbau von Strukturen in der staatlichen Jugendhilfe erfahren.
Auf dem Programm stehen dabei zahlreiche Termine mit staatlichen Institutionen und Einrichtungen sowie Freien Trägern. Die hochrangige Delegation unter Leitung des Staatssekretärs aus dem dortigen Ministerium für Jugend und Kultur, Salih Morina, wird dabei allerdings kaum Zeit für die Sehenswürdigkeiten der Domstadt haben. Auf dem Programm stehen unter anderem Termine mit der Leiterin des Kölner Jugendamtes, Carolin Krause, und dem Landschaftsverband Rheinland. Außerdem werden sich die Jugendreferenten der kosovarischen Kommunen einige Jugendeinrichtungen in Köln ansehen. Wolf, selbst Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft mit der britischen Metropole Liverpool, weiß dabei aus eigener Erfahrung, wie wichtig der transnationale Austausch auch in diesem sozialpolitischen Aufgabenfeld ist. "Die Jugendhilfe ist bei internationalen Begegnungen mit unseren Partnerstädten immer ein gefragter Partner", so Wolf.
Der Besuch der Delegation aus dem Kosovo wird knapp eine Woche andauern. Die Teilnehmer der Reise trafen am gestrigen Sonntag in Köln ein und werden bis zum Sonntag kommender Woche bleiben. Die ehemalige autonome Republik Kosovo erklärte sich am 17. Februar 2008 von Serbien unabhängig. Bis zum heutigen Tage wurde der junge Staat von rund 65 Staaten völkerrechtlich anerkannt, darunter auch von Deutschland. Aber selbst innerhalb der Europäischen Union gibt es darüber unterschiedliche Ansichten. So haben bislang Spanien und Griechenland der jungen Nation die offizielle Anerkennung verweigert.

























