27. 05. 2012
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Köln: Städtenetzwerk will digitalen Ausbau forcieren
Anfang dieser Woche fand in Köln erstmals der so genannte Frühjahrsgipfel des weltweiten Städtenetzwerks "Global Citites Dialogue" statt. Zwei Tage lang diskutierten die Stadtoberen aus knapp 200 Mitgliedsstädten des weltweiten Zusammenschlusses von Kommunen über Zukunftsthemen. Zwei Schwerpunkte lagen dabei auf den Bereichen Arbeitswelt der Zukunft und eine mögliche "Digitale Agenda für Europa". Aber auch die Zukunft Stadtentwicklung als wichtige Voraussetzung urbanen Lebens stand auf der Tagesordnung. Als Gastgeberin begrüßte Kölns Bürgermeisterin Angela Spizig die Gäste aus aller Welt. Auch als Referentin trat die Grünen-Politikerin auf, passenderweise zum Thema "Green IT. Bei der Eröffnung des Kongresses am Montag wurde sie vom Luxemburger Bürgermeister Paul Helminger unterstützt. Auch die EU-Kommission schickte einen hochrangigen Vertreter nach Köln.
"Zu den der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren für Kommunen gehört in unserer Zeit die Bereitstellung der Infrastruktur und auch die Erkenntnis, dass Raum für Innovationen und neue Arbeitsformen nötig ist. Kein anderes Medium hat und wird unsere Arbeitswelt so verändern wie das globale Netz, und da sind wir erst am Anfang der Entwicklung", stellte Bürgermeisterin Spizig fest. Die Kommunalpolitikerin verwies dabei auf die immer noch starren Verwaltungsstrukturen, die der modernen und vernetzten Arbeitswelt entgegen wirken. Hoffnungen setzten die Verantwortlichen dabei auch auf einen bevorstehenden Generationenwechsel. Die so genannten "digital natives" seien mit den modernen Medien aufgewachsen, hieß es. Die digitale Revolution hat aber auch Konsequenzen grundsätzlicher Art. "Die Arbeit kann und muss sich heute viel mehr den persönlichen Bedürfnissen anpassen als früher, und das geht auch ohne Leistungsverluste", so Spizig abschließend.
Die Gäste in Köln waren Bürgermeister und Internet-Verantwortliche aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Italien, Kongo, Lettland, Peru, der Türkei, den USA und Großbritannien organisiert. Das Netzwerk existiert seit 1999, Köln gehört zu den Gründungsmitgliedern. Das Netzwerk widmet sich der Informations- und Kommunikationstechnologie und schreibt sich insbesondere die "digitale Solidarität" auf die Fahnen. Außerdem hat es sich zum Ziel gesetzt, die Qualität des kommunalen Service für die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Stadtverwaltungen zu verbessern. Der Zugang zu Bildung und Wissen im Internet soll jedermann offen stehen, so ein weiteres wichtiges Ziel.

























