27. 05. 2012
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Köln tritt als erste Stadt Netzwerk "Charta der Vielfalt" bei
Im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs übergab sie der Staatsministerin
und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und
Integration Prof. Dr. Maria Böhmer eine Urkunde zur Gegenzeichnung.
Oberbürgermeister Fritz Schramma hatte am 13. März dieses Jahres die
„Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland“ unterzeichnet.
Die Initiative „Diversity als Chance - Die Charta der Vielfalt der
Unternehmen in Deutschland" ist eine Idee, die aus den Reihen großer
internationaler Konzerne initiiert wurde. Im Dezember 2006 starteten
DaimlerChrysler, die Deutsche Bank, die Deutsche BP und die Deutsche
Telekom die Initiative, um das Konzept der Vielfalt in Unternehmen und
öffentlichen Einrichtungen gezielt zu verbreiten. Mit der Charta
verpflichten sich die Unterzeichner, Vielfalt anzuerkennen und
wertzuschätzen sowie ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen zu
schaffen. Alle Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig
von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder
Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und
Identität. Schirmherrin der Aktion ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Bredehorst zeigte sich erfreut, dass Köln als erste Stadt in dem
Unternehmensnetzwerk zeigen kann, wie sich in einer Kommune die Charta
der Vielfalt umsetzen läss. „In Köln wird Vielfalt schon lange gelebt,
denn die unterschiedlichsten Gruppen haben in der Stadtgesellschaft
einen festen Platz. So hat Köln einen Migrantenanteil von über 30
Prozent, ist deutsche Hauptstadt der Lesben und Schwulen, hat eine der
aktivsten Seniorinnen- und Seniorenszenen und eine sehr aktive
Behindertenbewegung“, beschreibt Bredehorst, warum die Domstadt
besonders geeignet ist.
Die Stadt Köln verpflichtet sich durch den Beitritt zur Charta der
Vielfalt zur Umsetzung eines „Diversity Managements“. So soll
Teilzeitarbeit, Heim- und Telearbeit sowie Projekte wie der Girls Day
oder Qualifizierungsmaßnahmen zum Beispiel für Migrantinnen und
Jugendliche weiter gefördert werden. Im Rahmen der Charta hat sich die
Stadt Köln verpflichtet, ein übergeordnetes festgeschriebenes Leitmotiv
für städtisches Handeln zu entwickeln.

























