27. 05. 2012
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Kölnmesse unterzeichnet in Peking Memorandum gegen Produktpiraterie
Damit soll ein Zeichen für fairen Wettbewerb und gegen
Schutzrechtsverletzungen auf Messen gesetzt werden, wie die Kölner
Messegesellschaft am Dienstag dieser Woche (21. August 2007) bekannt
gab. Das „Intellectual Property Memorandum“ sieht eine Verpflichtung
zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinsichtlich der Wahrung
geistigen Eigentums vor. Rund 25 chinesische Partnerorganisationen und
–unternehmen waren ebenfalls nach Peking gekommen, um gemeinsam mit dem
Chef der Kölnmesse Herbert Marner das Papier zu unterzeichnen.
Nach Auskunft der Messegesellschaft ist dies der erste konkrete Vorstoß
einer europäischen Messegesellschaft in Sachen Produktpiraterie. Beide
Seiten verpflichten sich darin zur gegenseitigen Aufklärung und
Information in Fällen von Urheberrechtsverletzungen bei Ausstellungen.
Zudem sollen betroffene Aussteller von der Kölnmesse und den
chinesischen Partner Hilfestellung bei der Durchsetzung ihrer Rechte
erhalten. Zudem sei eine Medienkampagne in beiden Ländern geplant.
Konkrete Maßnahmen geplant / Hinweis auf Sanktionen bis hin zum Ausschluss von Messen
Produktpiraterie zählt zu den drängenden Problemen des modernen
internationalen Messegeschäfts. Verletzungen von Schutzrechten an
Produkten und Verfahren, die oft im Rahmen von Messen zutage treten,
werden in Deutschland als Angriff auf die betroffenen Hersteller
betrachtet, unter denen viele Industriezweige leiden und die nicht
selten die Existenz dieser Unternehmen bedrohen. Ziel der Vereinbarung
ist es nach Marners Worten, dafür Sorge zu tragen, dass „Messen auch
weiterhin ihre wesentliche Funktion als Abbild des Weltmarktes in
wichtigen Branchen erfüllen können. Das Memorandum ist ein wichtiger
erster Schritt zur Eindämmung von Schutzrechtsverletzungen auf Messen“,
so der Kölner Messechef weiter.
Die Kölnmesse will dabei Bedingungen schaffen, erfolgte Verstöße gegen
die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften schnellstens aufzuklären
und den betroffenen Unternehmen zu ihrem Recht zu verhelfen. Unter
anderem sieht das Memorandum vor, auf den Kölner Messen deutlich
sichtbare Aktionszentren einzurichten, in denen Betroffene umfassende
Informationen erhalten und die Unterstützung durch spezialisierte
Anwälte und deutsche Behörden vermitteln. Das Papier weist auch
deutlich auf die Konsequenzen von Schutzrechtsverletzungen hin: von der
Entfernung von Produkten vom Messestand über die Schließung des Standes
bis zum Ausschluss von folgenden Veranstaltungen.
Große wirtschaftliche Bedeutung
Das Thema Schutzrechte ist für die Koelnmesse, an deren Veranstaltungen
besonders viele chinesische Unternehmen teilnehmen, von großer
Bedeutung. Mehr als 3.500 Anbieter aus der Volksrepublik China, aus
Hongkong und Macau stellen regelmäßig in Köln aus. Die größten
chinesischen Beteiligungen sind auf der INTERNATIONAL HARDWARE FAIR
/PRACTICAL WORLD, der Hausgerätemesse domotechnica, der imm cologne,
der Internationalen Gartenfachmesse gafa und der Anuga, der
Weltleitmesse im Ernährungsbereich, zu finden. Damit ist China, so
Herbert Marner, eine der bedeutendsten Anbieternationen in Köln. „Die
Koelnmesse hat deshalb ein besonderes Interesse, klare Regelungen zu
treffen, um Schutzrechtsverletzungen einzudämmen, aber auch, um
Vorurteilen gegen asiatische Aussteller entgegenzuwirken“, so der
Messechef abschießend. Die Unterzeichner hoffen, dass sich weitere
Unternehmen und Organisationen aus dem Reich der Mitte dieser
Initiative anschließen werden.

























