27. 05. 2012
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Kölns Oberbürgermeister setzt sich für christliches Pilgerzentrum in Tarsus ein
So kamen beide Politiker während des letzten Aufenthalts Erdogans in
Köln Anfang Februar dieses Jahres zu einer längeren Unterredung
zusammen.
Nun hat Kölns Stadtoberhaupt Fritz Schramma dem türkischen
Regierungschef einen Brief zugesandt, in dem er Erdogan an seine Zusage
in Sachen christliches Pilgerzentrum in Tarsus erinnerte. Der hatte bei
seinem Treffen mit Schramma versprochen, sich für die Errichtung dieses
Pilgerzentrums einzusetzen. Die persönliche Unterstützung dieses
Vorhabens habe ihn damals sehr erfreut, so Schramma in seinem Schreiben.
Tarsus hat für die Christen eine besondere Bedeutung, schließlich gilt
die im asiatischen Teil der Türkei liegende Stadt als Geburtsort des
späteren Apostel Paulus. Der gilt seit der Epoche der Aufklärung als
der eigentliche Gründer der christlichen Kirche. Seit dem 29. Juni
dieses Jahres erinnert das so genannte „Paulus-Jahr“ an den 2000sten
Geburtstag des berühmten Christen. Schramma bezeichnete das Versprechen
des türkischen Premiers für dieses Pilgerzentrums als „unübersehbares
Zeichen nach Innen und Außen für die in den heutigen Zeiten so wichtige
Toleranz in Glaubensfragen“. Dabei verwies der Kölner CDU-Politiker auf
die Unterstützung für den Bau einer Moschee auf dem Gelände der Ditib
in Köln-Ehrenfeld. Ansprüche wolle Schramma daraus aber nicht ableiten,
hieß es in dem Schreiben weiter. „Ich würde mich daher sehr freuen,
wenn aus der Türkei ein ähnliches Zeichen gesendet würde und wenn Sie
sich als Ministerpräsident an die Spitze dieser Bewegung stellen würden
und ein deutliches Zeichen setzen“, so Schramma abschließend.

























