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27. 05. 2012
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OB sagt Teilnahme an Olympia-Eröffnung ab


17.04.2008 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,OB-Reise,Olympische Spiele,Peking,Absage,Eröffnungsfeier,Städtepartnerschaf

Das teilte am heutigen Freitag das städtische Presseamt mit. Die vier großen Ratsfraktionen seien in die Entscheidung miteinbezogen, hieß es dazu weiter. Wesentlich beeinflusst habe die Entscheidung, dass die Volksrepublik in den kommenden Monaten plane, alle ausländischen Studenten aus dem Land weisen zu wollen. Auch die Universität zu Köln ist hiervon unmittelbar betroffen. Stattdessen soll der ursprüngliche Zweck der Reise, der Ausbau der wirtschaftlichen und städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Köln und Peking, betont werden, hieß es von offizieller Seite.

„Die Einladung der Stadtregierung Peking zur Teilnahme an den Eröffnungsfeierlichkeiten der Olympischen Sommerspiele 2008 hat mich sehr gefreut, da sie ein Symbol der guten partnerschaftlichen Verbindung zwischen unseren Städten ist“, erklärte Schramma. Die Stadt Köln habe sich die Zusage zu der offiziellen Feier jedoch mit Blick auf die Entwicklung der Menschenrechtslage in China und der Situation in Tibet offengehalten, um die aktuelle politische Situation bei der Entscheidung mit zu berücksichtigen. Auch die kritische Haltung des Europäischen Parlaments sowie die Weigerung, die UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour einreisen zu lassen, trugen ihren Teil zur Entscheidung bei, ließ Schramma durchblicken.

Die Idee des Dialogs durch Sport werde die Stadt Köln aber bei ihrem geplanten Köln-Empfang in Peking betonen. Hierzu sollen auch Athletinnen und Athleten beider Länder eingeladen werden, unter anderem die Kölner Fechtweltmeisterin Britta Heidemann. Ein Boykott der Olympischen Spiele wäre nach Ansicht von Oberbürgermeister Fritz Schramma ebenso kontraproduktiv wie ein Einfrieren der städtepartnerschaftlichen Beziehungen. Bereits in der vergangenen Woche hatten sich die geladenen Redner, unter ihnen auch Ex-WDR-Intendant Dr. Fritz Pleitgen und NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf, vehement gegen einen Olympia-Boykott ausgesprochen. „Unser Ziel muss es sein, die reformwilligen Kräfte im Land zu unterstützen. Das geht nur im fortwährenden offenen Dialog“, erklärte Schramma weiter.

Die neuntägige Reise wird die Delegation auch in die Industriestadt Xi’an führen. Neben Gesprächen mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern der genannten Städte und Regionen steht auch der kulturelle Austausch sowie die Zusammenarbeit im Bildungsbereich auf dem Programm. Das Programm steht allerdings derzeit noch nicht abschließend fest. Insbesondere die geplante Reise von 20 Kölner Studentinnen und Studenten im Rahmen der ursprünglich vorgesehenen Summer School mit zwei Pekinger Hochschulen steht nach der Ankündigung aus Peking auf der Kippe, wie die Stadt abschließend einräumte. Schramma werde aber trotz der harten Haltung der Regierung „mit der nötigen Sensibilität“ auch Menschenrechtsthemen ansprechen, kündigte das Kölner Stadtoberhaupt abschließend an.







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