27. 05. 2012
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Roters beendet Nahost-Reise und zieht positives Fazit
Jürgen Roters hat in den vergangenen sechs Tagen die beiden Kölner Partnerstädte Tel Aviv und Bethlehem in Israel und Palästina besucht. Zum Abschluss seiner Nahost-Reise zog Kölns Oberbürgermeister ein durch und durch positives Fazit. Die Reise diente neben dem persönlichen Kennenlernen mit den Verantwortlichen der beiden Kölner Partnerstädte vor allem der Vorbereitung auf das geplante Nahost-Bürgermeisterforum, das im Mai kommenden Jahres stattfinden soll. Nach Aussage des städtischen Presseamtes gab es für den Vorschlag eines Treffens der Kommunalverantwortlichen viel Zustimmung. So sagte Dr. Victor Batarseh, Oberbürgermeister von Bethlehem, bereits während der Nahost-Reise von Roters zu. Etwas zurückhaltender war die Reaktion seinen Amtskollegen aus Tel Aviv, Ron Hudai. Aber auch er will sein Erscheinen bei dieser Zusammenkunft in der Domstadt prüfen.
Ein weiterer Höhepunkt der Nahost-Reise war das Treffen der Kölner Delegation mit dem israelischen Vize-Premiere Silvan Shalom. Roters warb für seinen Beitrag zum Nahost-Friedensprozess und bat den israelischen Politiker um Unterstützung seines Anliegens. Neben dem geplanten Bürgermeister-Forum solle Israel auch dabei helfen, gemeinsame Kulturprojekte israelischer und palästinensischer Jugendlicher zu ermöglichen und nicht durch Einreiseformalitäten zu verhindern. Shalom deutete an, dass er dieses Anliegen für gut befinde. Er bat den Oberbürgermeister, Projekte in diese Richtung zu unterstützen. So solle Köln dabei behilflich sein, dass Palästinenser an einem jüdisch-arabischen Theater in Yafo mitwirken können. Er lud Oberbürgermeister Jürgen Roters ein, Anfang April auf einer Konferenz für regionale Zusammenarbeit Kölns Städtepartnerschaften mit Tel Aviv-Yafo und Bethlehem als Beispiel vorzustellen, hieß es dazu weiter. Auch vonseiten des palästinensischen Premierministers Salam Fayyad sagte seine Unterstützung der Kölner Bemühungen und Aktivitäten zu.
"Die sehr erfolgreichen und freundschaftlichen Gespräche in Bethlehem und Tel Aviv-Yafo haben die Beziehungen zu beiden Partnerstädten weiter vertieft und insbesondere wegen des geplanten Nahost-Bürgermeisterforums auf eine neue Grundlage gestellt", kommentierte Roters das Ergebnis seiner sechstägigen Dienstreise. Wie bereits im Vorfeld der Reise angekündigt, überbrachte Roters auch eine Spende der städtischen Mitarbeiter ("Cent-Aktion") zugunsten eines Erweiterungsbaus des Caritas-Babyhospitals in Bethlehem und das "Guidance and Training Center". In letzterem sollen traumatisierte Kinder und Jugendliche psychologisch betreut werden. Zusätzliche 5000 Euro aus dem Spendentopf der Kölner Mitarbeiter-Sammlung gehen zudem in den Wiederaufbau des durch einen Waldbrand zerstörten Carmel-Gebirges. Für Roters sind die guten Taten und die vielen Gespräche aber weder Selbstzweck noch rein kommunal orientiert. "Wir möchten damit auch einen städtischen Beitrag für den Frieden im Nahen Osten leisten", so das Kölner Stadtoberhaupt selbstbewusst.
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