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27. 05. 2012
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Roters mit großer Delegation auf China-Visite


21.09.2010 19:55 von:

Schlagwörter: Köln,China,Reise,Delegation,2010,Oberbürgermeister,Jürgen Roters,Karneval,Heidem

Seit Samstag vergangener Woche befindet sich eine Kölner Delegation unter Leitung des amtierenden Oberbürgermeisters Jürgen Roters auf Besuch im Reich der Mitte. Für den neuen Chef der Stadtverwaltung ist es die erste Dienstreise in die Volksrepublik China. Neben einem Besuch auf der Weltausstellung Expo in der Metropole Shanghai steht auch die Partnerstadt Kölns und gleichzeitig Landeshauptstadt Peking auf der Agenda. Bis zum 26. September hatten sich die Verantwortlichen vorgenommen, den "stärksten Kölner Auftritt seit Beginn der China-Offensive" hinlegen zu wollen. Die Reise ist dabei Teil einer NRW-Woche anlässlich der diesjährigen Weltausstellung. Neben Roters werden auch seine Amtskollegen aus Bonn, Düsseldorf und Aachen in dieser Woche auf der Expo für den Wirtschaftsstandort NRW werben. Getreu dem Motto "Köln ist ein Gefühl" wollen die Wirtschaftsförderer alle Sinne ansprechen. Neben den mitreisenden Fachleuten der Stadtverwaltung wird auch der Kölsche Karneval sowie erstklassige Musikensembles den Namen der Domstadt in die Welt tragen. So sind unter anderem die Roten Funken und die Kölsche Kultband "Die Höhner" mit ins Reich der Mitte gefahren. Ein weiteres Plus im fernen China und vielleicht der attraktivste Multiplikator ist die Fecht-Sportlerin Britta Heidemann. Die Gewinnerin der Goldmedaille bei den letzten Olympischen Spielen in Peking gehört zu den bekanntesten "Ausländern" in China überhaupt. Seit ihren sportlichen Erfolgen und einem Auftritt in der chinesischen Fernsehausgabe von "Wetten dass" ist die 29-jährige Kölnerin im ganzen Land bekannt. Als bekennende Kölnerin und Wirtschaftsbotschafterin hatte Heidemann bereits früh das Anliegen der Stadt und ihrer Repräsentanten unterstützt.

Neben der Stärkung der internationalen Beziehungen und dem Anbahnen neuer Wirtschaftspartnerschaften steht auch der Bildungsbereich wieder im Fokus. Während der NRW-Woche präsentiert sich darüber hinaus auch die Universität zu Köln als Konsortialführerin für die "China NRW Allianz" mit ihrem Exzellenzcluster "Alternsforschung" auf der Expo 2010. Die c/o pop sorgt mit dem "Sound of Cologne" für den musikalischen Brückenschlag. Kultureller Höhepunkt wird die Aufführung des Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner sein. Die Oper Köln führt mit dem Gürzenich-Orchester Wagners Tetralogie zweimal als geschlossenen Zyklus im Shanghai Grand Theatre auf. Es ist das erste Mal überhaupt, dass "Der Ring des Nibelungen" in Shanghai zu sehen ist, betonten die Verantwortlichen. Allerdings hatte es im Vorfeld Unruhe wegen der Finanzierung der Reise gegeben. Weitere Events unter anderem mit der Kölner Kreativwirtschaft sollen den Shanghai-Auftritt Kölns abrunden. Schließlich wird Amtsinhaber Roters in dieser Woche auch erstmals seinen Pekinger Amtskollegen Guo Jinlong kennenlernen. Dabei wollen beide Seiten die vor 23 Jahren gegründete Städtepartnerschaft mit neuen Projekt und damit mit neuem Leben füllen. Die Reise endet am kommenden Samstag mit einem "KölnTag" im Großen Nationaltheater in der chinesischen Hauptstadt.

Ein weiteres Ziel ist schließlich auch die Ansiedlung weiterer chinesischer Unternehmen am Wirtschaftsstandort Köln. Nachdem der Amtsvorgänger Roters’, Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma, im Jahr 2005 die China-Offensive offensiv ausrief, konnte bereits drei Jahre später die Summe von 188 neuen chinesischen Unternehmen in Köln verkündet werden. Nicht zuletzt aufgrund der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise wurde es anschließend ein wenig ruhiger. Inzwischen aber habe man die Marke von 200 angesiedelten chinesischen Unternehmen erreicht. Die vielen gastronomischen Betriebe in den Händen chinesischer Auswanderer sind dabei nicht mitgezählt, wie die Verantwortlichen in der Vergangenheit immer wieder betonten. China kam dabei relativ ungeschoren durch die Finanz- und Wirtschaftskrise. Bei nahezu ungebremsten Wachstumsraten bleibt das Reich der Mitte auch in diesem Jahr ein Hort der wirtschaftspolitischen Stabilität und damit Ziel westlicher Kooperationsbestrebungen. Köln ist aber noch aus einem anderen Grund ein zentraler Standort für das China-Geschäft. Die örtliche Industrie- und Handelskammer IHK ist "Schwerpunktkammer" für das China-Geschäft in NRW und damit auch zuständig für die Organisation des Besuchsprogramms der verschiedenen Städte-Delegationen. Am heutigen Dienstag kehrte gerade eine von der IHK organisierte Unternehmer-Delegation von ihrer einwöchigen Reise nach China zurück.


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