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27. 05. 2012
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Roters ratifiziert in Rio


20.09.2011 00:20 von:

Schlagwörter: Köln,Rio de Janeiro,2011,September,Städtepartnerschaft,Unterzeichnung,Delegation

Oberbürgermeister Jürgen Roters und sein brasilianischer Amtskollege Eduardo da Costa Paes, Chef der Stadtverwaltung von Rio de Janeiro, haben am heutigen Montagmittag 13:15 Uhr Ortszeit, den Vertrag über eine Städtepartnerschaft zwischen den beiden Metropolen Köln und Rio de Janeiro unterzeichnet. Köln baut den Kreis seiner internationalen Partnerstädte damit auf 22 aus. Ursprünglich hatte die Stadt 24 Städtepartnerschaft, davon allerdings zwei in der vormaligen DDR. Die letzte Unterzeichnung einer Städtepartnerschaft kam noch unter dem vormaligen Oberbürgermeister und heutigen Ehrenbürger Dr. Norbert Burger zustande. Damals vereinbarten Köln und Istanbul eine intensive kommunale Zusammenarbeit. Mit der Millionenmetropole, bekannt durch Samba, Karneval und Copa Cabana, sichert sich die Domstadt zugleich ein weiteres kommunales Schwergewicht.

Vor allem atmosphärisch liegen die beiden Kommunen auf einer Wellenlänge. Das machte schon die Begrüßung deutlich, Roters überbrachte die besten Wünsche "aus der schönsten Stadt Deutschlands an die schönste Stadt Brasiliens", wie das Presseamt am heutigen Montag aus dem fernen Rio berichtete. "Wir wollen die Verbindung unserer beiden Städte heute nicht nur auf dem Papier besiegeln, sondern sie auch von Anfang an mit Leben füllen. Im Sinne einer für beide Seiten gewinnbringenden Städtepartnerschaft will Köln die Kontakte zu Rio vertiefen und die Gemeinsamkeiten beider Metropolen in den Fokus der weiteren Zusammenarbeit stellen", so das Kölner Stadtoberhaupt. Nach dem Austausch symbolischer Geschenke vereinbarten beide Seiten bereits einen Gegenbesuch Paes’ in der Domstadt., anlässlich der Technologiemesse Urban Tec, die im kommenden Monat in Köln stattfinden wird. Ob Roters ausgerechnet seine Karnevalszeit auf der anderen Seite des Globus verbringen wird, steht allerdings noch nicht fest. Die Einladung jedenfalls ist ausgesprochen.

Neben Roters und seinen "Sherpas" vom Büro für internationale Angelegenheit sowie vom Amt für Wirtschaftsförderung sind auch die beiden Dezernentinnen Henriette Reker (Soziales, Umwelt, Gesundheit) und Ute Berg (Wirtschaft, Liegenschaften) sowie die Vorsitzenden der vier großen Ratsfraktionen derzeit in Rio. Am gestrigen Sonntag stand unter anderem ein Besuch in einem der Elendsviertel der Millionenmetropole am Atlantik auf dem Programm. Die Favela Rocinha liegt im Süden der Millionenmetropole und wird von der Stiftung Bento Rubiao betreut, einem Partner des kirchlichen Hilfswerks Misereor. Rund 100.000 Menschen leben in diesem "Sozialraum". Mit dem Aufbau eines Sportvereins und einer Sambaschule versucht die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem kirchlichen Träger dieses Gebiet zu stabilisieren. Insgesamt gibt es am Zuckerhut enorme soziale Spannungen. Nach vorsichtigen Schätzungen leben rund eine der insgesamt sechs Millionen Einwohner in Elendsvierteln und weit unterhalb der Armutsgrenze.

Ein weiterer Programmpunkt am heutigen Montag war ein gemeinsamer Besuch der deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage sowie im weiteren Tagesverlauf eine Präsentation der Kölnmesse. Messechef Gerald Böse wird den brasilianischen Messe- und Wirtschaftsexperten die Leistungsfähigkeit der Kölnmesse vorstellen, hieß es dazu abschließend.







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