27. 05. 2012
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Roters reist nach Istanbul
Oberbürgermeister Jürgen Roters wird am kommenden Freitag (29. Oktober 2010) für zwei Tage in die türkische Metropole Istanbul besuchen. Dies gab das städtische Presseamt am heutigen Donnerstag bekannt. Grund für die Dienstreise an den Bosporus ist der 87. Nationalfeiertag der Türkischen Republik. Im Rahmen der Reise wird Roters unter anderem auch auf seinen Istanbuler Amtskollegen Kadir Topbas treffen. Außerdem ist die größte türkische Stadt einer von drei Standorten der diesjährigen Kulturhauptstadt. Neben Istanbul und dem Ruhrgebiet gehört auch die ungarische Stadt Pecs zu den diesjährigen Kulturhauptstädten.
Köln und Istanbul sind erst seit 13 Jahren und damit relativ jung durch eine Partnerschaft miteinander verbunden. Der Besuch dient der Pflege der engen und vielseitigen freundschaftlichen Beziehungen sowie dem Austausch über geplante bilaterale Projekte und Fragen der internationalen Kommunalpolitik. So finden vom 11. bis 14. November 2010 in Köln die Thementage "Istanbul 2010 – Ein Jahr Kulturhauptstadt Europas" statt. Neben der Türkisch-Deutschen Wirtschaftsbegegnung schließt das vielseitige Kunst- und Kulturprogramm den 3. NRWTag ein. In der Begegnung mit Topbas will Roters auch den Fall des Kölner Schriftstellers Dogan Akhanli ansprechen, wie das Presseamt vor der Reise betonte. Der in Köln lebende Schriftsteller wird seit dem 10. August 2010 in Istanbul in Untersuchungshaft gehalten. Weitere Gesprächsthemen werden die Förderung des Nachostfriedensprozesses durch kommunale Partnerschaften sowie das bevorstehende Gipfeltreffen des kommunalen Weltverbands UCLG in Mexiko City sein, bei der der Istanbuler Oberbürgermeister als neuer UCLG-Präsident kandidiert. Roters, stellvertretendes Mitglied im Exekutivkomitee und Mitglied der Weltversammlung des UCLG, begrüßt und unterstützt die Kandidatur von Topbas ausdrücklich.
Am zweiten Besuchstag steht ein Zusammentreffen mit der deutschen Generalkonsulin Brita Wagener auf der Agenda. Neben dem Fall des türkisch-deutschen Schriftstellers geht es dann um einen weiteren Knackpunkt, der nach Optimierung ruft: die deutsche Visapraxis. Dies führt gerade in dem sich intensivierenden Umfeld von Kultur- und Wirtschaftskontakten immer wieder zu Problemen, wie auch die Stadt Köln am Rande einräumte.

























