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27. 05. 2012
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UN-Sonderberichterstatter im Rathaus


24.06.2009 19:41 von:

Schlagwörter: Köln,Sonderberichterstatter,Muigai,Kenia,Rassismus,NS-Dokumentationszentrum

Rassismus ist in vielen Ländern dieser Welt ein Problem, längst nicht nur in Deutschland. Das weiß wohl kaum jemand besser, als der amtierende Sonderberichterstatter der UNO, Githu Muigai. Der kenianische Diplomat wurde am heutigen Mittwoch von Oberbürgermeister Fritz Schramma und Integrationsdezernentin Marlis Bredehorst offiziell im Hansasaal des Historischen Rathauses empfangen. Neben der Domstadt stehen in Deutschland noch weitere Reiseziele des Sonderberichterstatters auf dem Programm. In der Domstadt besuchte der hohe Repräsentant der UNO unter anderem auch das NS-Dokumentationszentrums. Bredehorst, die bereits am Vormittag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen Migrantenvertretungen, Tayfun Keltek, zu Unterredungen mit Muigai zusammenkam, bestätigte dabei den positiven Eindruck, den die Bemühungen um Aufklärung und gegen Rassismus auf den Berichterstatter gemacht haben. Schramma verwies in seinem Redebeitrag auf die friedlichen Proteste der Bevölkerung gegen ausländerfeindliche und rassistische Tendenzen, wie sie sich in einem "so genannten Anti-Islamisierungsgipfel äußerten", so Schramma weiter. "Die Kölner haben reagiert und sind zu Tausenden auf die Straße getreten", so Schramma weiter. Köln sei immer schon ein Ort gewesen, der von zugwanderten Neubürgern profitiert habe.

Auch Muigai zeigte sich in seiner Dankesrede angetan von den Bemühungen um einen Kampf gegen Rassismus und die dahinter stehenden Vorurteile. Besonders beeindruckt zeigte sich der studierte Jurist und praktizierende Richter von der Offenheit, mit der die Diskussion in Deutschland und in Köln im speziellen geführt werde. Die Kölner Verantwortlichen hatten dem hohen Gast bei seinem Besuch auch die Initiativen gegen Rechtsradikalismus vorgestellt. So gibt es nach einem entsprechenden Ratsbeschluss seit dem vergangenem Jahr eine Forschungsstelle gegen Rechtsradikalismus, die die Umtriebe der politischen Extremisten aus wissenschaftlicher Sicht unter die Lupe nimmt. Muigai, der neben seinem Job als Sonderberichterstatter bereits zahlreiche Beratungsmandate für verschiedene UN-Organisationen innehatte, wird noch bis zum 1. Juli dieses Jahres im Lande bleiben.







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