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27. 05. 2012
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UNESCO-Kommission in Köln: Stadt genießt hohes Ansehen


31.05.2011 09:43 von:

Schlagwörter: Köln,UNESCO,Kommission,Besuch,Domstadt,2011,Mai,Weltkulturerbe,Diplomat,Kommissa

Am gestrigen Montag empfing Bürgermeisterin Angela Spizig eine hochrangige Delegation aus Paris. Die Gäste aus aller Herren Länder sind Teil der UNESCO-Kommission mit Sitz in Paris, die unter anderem über die Welterbestätten zu entscheiden haben. Und so stand bei ihrem Besuch in der Millionenstadt am Rhein vor allem eines auf der Agenda: Das Weltkulturerbe Kölner Dom. Sechs Jahre ist es inzwischen her, dass die UNESCO-Kommission den Verantwortlichen in Köln den Fehdehandschuh hinwarf und drohte, dem Kölner Dom den Status als Weltkulturerbe abzuerkennen. Nachdem ein weiteres Hochhausprojekt auf der rechten Rheinseite auf Eis gelegt wurde, konnte der Konflikt schließlich entschärft werden. Der Kölner Dom wurde wieder von der so genannten Roten Liste genommen und in Köln herrschte Erleichterung.

Zwar steht der Kölner Dom im Fokus des Kölnbesuchs der Delegation, die UNESCO-Vertreter wollen sich bei ihrem Deutschland-Besuch aber auch ein Bild über die Bemühungen zum Erhalt sowie Ideen für einen auch wirtschaftlich darstellbaren Betrieb einer Weltkulturerbestätte machen, wie die deutsche UNESCO-Botschafterin in Paris, Martina Nibbeling-Wrießnig, im Gespräch mit der Redaktion ausführte. So wurden in der jüngsten Vergangenheit viele Kultstätten zu Weltkulturerbestätten ernannt. Viele dieser schützenswerten Orte werden aber von Menschen genutzt. "Neben der Wirtschaftlichkeit im Betrieb wollen wir uns hier darüber unterhalten, wie wir Zugänge zu den Weltkulturerbestätten herstellen", erklärte die deutsche Diplomatin. Als Beispiele nannte Nibbeling-Wrießnig die Lehmbauarchitektur in einigen Staaten Afrikas, Oasenstätten oder auch natürliche Reservate. Hier gilt es, den notwendigen Schutz des Weltkulturerbes mit den Bedürfnissen der ortsansässigen Bevölkerung zu verknüpfen.

Köln genießt nach Aussage der deutschen UNESCO-Botschafterin übrigens ein hohes Ansehen. Das hat mit der vormaligen Diskussion mit der Welterbe-Kommission und den Bemühungen zum Verbleib des Kölner Doms zu tun. "Der Verbleib des Kölner Doms auf der Liste der Weltkulturerbestätten ist ein Musterbeispiel, wie eine kluge Bevölkerung eine falsche Entscheidung rückgängig gemacht hat. Köln hat sich damit einen hohen Ruf in der UNESCO erworben", erklärte die deutsche Diplomatin in Paris. Überdies wurden die Gäste durch die Bürgermeisterin in ihren jeweiligen Landessprachen begrüßt, auch dies sorgte für eine positive Stimmung. Spizig spricht fließend Englisch, Französisch und Portugiesisch.







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