27. 05. 2012
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Europäisches Parlament: Martin Schulz erhält Mehrheit bei Präsidentenwahl
Der deutsche SPD-Politiker Martin Schulz ist neuer Präsident des Europäischen Parlaments. Bei der turnusmäßigen Wahl am heutigen Dienstag erhielt der 56-jährige Europaparlamentarier gleich im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. Prompt kamen Glückwünsche aus der NRW-Staatskanzlei. Schulz' Parteifreundin Hannelore Kraft, ihres Zeichens Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten beeilte sich, Schulz ihre Glückwünsche zu überbringen.
„Wir wünschen ihm viel Erfolg in seinem neuen und verantwortungsvollen Amt. Martin Schulz ist ein charakterfester und überzeugter Sozialdemokrat und er ist ein europäischer Visionär. Er hat erfolgreich über viele Jahre die Fraktion der Sozialisten im Parlament geführt und diese selbstbewusst und mit klaren Positionen gegenüber der Europäischen Kommission vertreten“, hieß es dazu von offizieller Seite. Auch von anderen Parteien erhielt der Politiker Vorschusslorbeeren. Der stellte in seiner ersten Rede als Präsident klar, dass er für mehr Beteiligung des Europäischen Parlaments bei wichtigen Entscheidungen eintreten wird. Auch dafür gab es Lob aus den meisten Fraktionen des Parlaments.
Schulz wurde in Eschweiler geboren. Nach Abitur und Buchhänderlehre arbeitete er zunächst im Buchhandel. 1982 gründete er eine eigene Buchhandlung. Bereits mit 19 Jahren trat er der SPD bei. Nach seiner Zeit bei den Jusos wurde er 1984 Ratsmitglied in Würselen, drei später dann Bürgermeister. 1994 wurde er dann endgültig Berufspolitiker mit einem Mandat im Europäischen Parlament. Seit Juli 2004 ist er Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im europäischen Legislativorgan, ehe er am heutigen Dienstag dessen Präsident wurde.


























