27. 05. 2012
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FDP-Bezirksverband: Das politische Comeback des Christian Lindner
Als der ehemalige Generalsekretär der FDP, Christian Lindner, am 14. Dezember vergangenen Jahres seinen Posten niederlegte, klang es fast wie eine Prophezeiung. Nun könnte das politische Comeback des FDP-Spitzenpolitikers aus Wermelskirchen schneller kommen, als zunächst erwartet. Der 33-jährige Bundestagsabgeordnete soll neuer Vorsitzender des Bezirksverbands Köln werden. Es ist der mitgliederstärkste Bezirksverband der Liberalen in Deutschland, Lindners Gewicht innerhalb der angeschlagenen Partei würde damit deutlich gestärkt.
Vorgänger Werner Hoyer muss zurücktreten
Derzeit füllt das Amt des Bezirksverbandsvorsitzenden noch der Kölner Liberale Dr. Werner Hoyer aus. Doch der ist seit Anfang dieses Jahres aus dem Amt des Staatsministers im Auswärtigen Amt zum Chef der Europäischen Investitionsbank befördert worden. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, kommt ein parteiinternes Gutachten zu der Auffsassung, dass mit der Berufung Hoyers nach Brüssel auch eine Demission der Parteiämter Hoyers einhergeht.
Lindner gilt als einziger ernsthafter Kandidat für die Nachfolge Hoyers. Lindner hatte im Dezember 2011 den Weg für einen „Neuanfang“ freigemacht, behielt jedoch sein Mandat im Berliner Parlament. Nachdem er vor wenigen Tagen neuer technologiepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag ernannt wurde, gewänne Lindner mit dem Vorsitz des Bezirksverbands Köln weiter an politischem Gewicht. Lindners Rücktritt im Dezember 2011 stand im Zusammenhang mit der damaligen Mitgliederbefragung zum Euro. Sein Nachfolger Patrick Döring hatte in einem Interview allerdings kurz nach dem Rücktritt den Verdacht geäußert, Lindner habe am Sturz von Parteichef Philipp Rösler gearbeitet. Bis zuletzt wahrte der 33-Jährige Diskretion, was seine wahren Rücktrittsgründe anging. Die Wahlen zum neuen Bezirksvorstand stehen im März dieses Jahres an.


























