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27. 05. 2012
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Festliche Verabschiedung für Ex-OB


24.08.2010 15:15 von:

Schlagwörter: Köln,Sondersitzung,Verabschiedung,Fritz Schramma,August,2010,Fest,Oberbürgermeis

Am kommenden Samstag findet im Rathaus der Stadt Köln die zweite Sondersitzung der Bürgerschaftsvertretung innerhalb von nur einer Woche statt. Anlass ist die feierliche Verabschiedung des ehemaligen Oberbürgermeisters und Amtsvorgängers von Jürgen Roters, Fritz Schramma. Der CDU-Politiker stand Rat und Stadtverwaltung über einen Zeitraum von mehr als neun Jahren vor. Aufgrund einer besonderen Regelung der Gemeindeordnung NRW musste sich Schramma bei den regulären Kommunalwahlen im Jahr 2004 nicht dem direkten Votum der Bürger stellen. Zu Ehren des CDU-Politikers werden sein Amtsnachfolger Jürgen Roters und Stadtdechant Dr. Johannes Bastgen Lobreden halten. Der Jugendchor St. Stephan wird dem Ex-Stadtoberhaupt ein musikalisches Abschiedsgeschenk bereiten.

Schrammas Amtszeit war geprägt von Licht und Schatten. Während sich der CDU-Politiker in seiner Amtszeit vor allem um die Förderung des Ehrenamtes und den Abbau des Sanierungsstaus an den Kölner Schulen und Kindergärten widmete, wird sein Name auch mit dem Messeskandal, der verpassten Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 und dem Archiveinsturz verbunden sein. Nach heftiger Kritik an seiner Amtsführung nach dem Einsturz des Historischen Archivs am 3. März 2009 zog Schramma wenige Wochen danach seine Kandidatur, die er im August des Vorjahres ankündigte, wieder zurück und hinterließ eine tiefe Lücke in seiner Partei. Spitzenkandidat Peter Kurth, nominiert im Mai 2009, erzielte mit etwas mehr als 33 Prozent zwar ein achtbares Ergebnis, musste sich jedoch klar dem heutigen Amtsinhaber und gemeinsamen Spitzenkandidaten von SPD und Grünen, Jürgen Roters, geschlagen geben.

Schramma erhielt zum Ende seiner Amtszeit mehrere hohe Auszeichnungen, unter anderem den Genc-Preis für seine Verdienste um das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Ethnien. So stellte sich Schramma im Stadtrat mit seiner Unterstützung des Baus der Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld sogar gegen seine eigene Partei. Schramma ist auch weiterhin in verschiedenen Gremien aktiv. Das Festkomittee Kölner Karneval ernannte ihn im vergangenen Jahr zum Ehrenpräsidenten. Während seiner Amtszeit wurde der gelernte Pädagoge zudem mit dem Ehrendoktortitel (Dr. h.c.) gewürdigt.







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