27. 05. 2012
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Großer Zapfenstreich der Schützen für Noch-OB Schramma
Sichtlich gut gelaunt und mit Kölscher Jovialität nahm Fritz Schramma und seine Gattin am gestrigen Montagabend den feierlichen Zapfenstreich entgegen. Elf Organisationen der Kölner Schützenbruderschaften aus dem linksrheinischen Köln zollten dem seit Mitte 2000 amtierenden Stadtoberhaupt damit ihre Anerkennung und ihren Respekt. "Sie haben uns immer unterstützt. Selten habe ich bei Schützenfesten einen so bürgernahen Oberbürgermeister erlebt wie Sie. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleibt", erklärte der Vertreter der Schützen in seiner kurzen Dankesrede. Während dem Oberbürgermeister die Hände und Herzen der rund 150 Versammelten gebührten, erhielt seine Gattin zum feierlichen Abschied einen Blumenstrauß.
Schramma, der das Programm gefasst und mit einem Anflug von Humor verfolgte, dankte nach dem offiziellen Teil den Vertretern der Gesellschaften. "Op Kölsch" erklärte der scheidende Chef der Stadtverwaltung, dass die Unterstützung der Schützen für ihn eine Herzenssache gewesen sei. Aus aus seinem Heimatstadtteil Nippes war eine Gesellschaft zum Zapfenstreich gekommen. Die eigentlich aus dem Militär stammende Tradition wird üblicherweise nur hochrangigen Politikern oder Militärs zuteil. Umso erfreuter zeigte sich der CDU-Politiker, das nun ihm diese Ehre zuteil wurde. Seinen letzten Tag als Oberbürgermeister wird Schramma allerdings erst am heutigen Dienstag. Dann erfolgt die feierliche Übergabe des Schlüssels an seinen gewählten Nachfolger Jürgen Roters.
Amtsinhaber Schramma war im Sommer 2000 in einem Wahlgang als Nachfolger für den plötzlich verstorbenen Harry Blum in das höchste politische Amt der Stadt zu Amt und Würden gekommen. Eigentlich hatte sich der CDU-Politiker im vergangenen August dazu entschieden, erneut für die Christdemokraten zur Kommunalwahl am 30. August 2009 anzutreten. Aber nach heftiger Kritik an seinem Krisenmanagement im Zuge der Aufarbeitung der Katastrophe am Waidmarkt hatte der Oberbürgermeister im Frühjahr die Reißleine gezogen und an einem Sonntag seinen Verzicht auf die erneute Kandidatur gezogen. Sein Nachfolger als Kandidat der CDU, Peter Kurth, wurde Mitte Mai von der Partei als Gegenkandidat zu Jürgen Roters aufgestellt und erreichte respektable 33,5 Prozent der Stimmen. Mit etwas mehr als 53 Prozent der Stimmen wählten die Kölnerinnen und Kölner allerdings den gemeinsamen Kandidaten von SPD und Grünen zu ihrem neuen Stadtoberhaupt.

























