27. 05. 2012
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Hoher Besuch bei ESL Pro Series
Der nordrhein-westfälische Minister für Europaangelegenheiten und
Medien Andreas Krautscheid und Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma
machten zwischen ihren Termine beim Medienfest NRW einen kurzen
Abstecher in die Hallen der Expo XXI am Gladbacher Wall.
Nach einer kurzen Einführung durch die Organisatoren erläuterten beide
Offizielle den Grund ihres Erscheinens. „Wir wollen helfen, die
Game-Industrie ein wenig aus der Schmuddelecke herauszuholen“,
formulierte Minister Krautscheid die Gründe seines Abstechers. Auch
Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma zeigte sich „von der Seriosität
beeindruckt“. „Auch wir in Köln sehen das positiv“, erklärte der erste
Bürger Kölns mit Hinweis auf die immer wiederkehrende Diskussion um
Computerspiele und Jugendschutz.
Neue Ideen warten auf Umsetzung
Dass die „electronic sports“ de facto schon längst Teil der
Jugendkultur sind, musste den beiden CDU-Politikern nicht erst erklärt
werden. Gerade in Köln ist durch die Ansiedlung von Firmen wie
Electronic Arts und Microsoft überdies die Games-Industrie zu einem
Wirtschaftsfaktor geworden, der zahlreiche junge Kreative in die
Domstadt lockt. „Beste Voraussetzungen“, lautet denn auch das Urteil
des Stadtoberhaupts, wenn es um die Zukunftsindustrien geht, mit denen
ein Wirtschaftsstandort nachhaltig Arbeitsplätze sichern will. Umso
mehr ist es notwendig, eine sachliche Debatte zu führen, wie Schramma
weiter ausführte. Er denke dabei an Workshops oder Seminare. Aber auch
der Gedanke, den elektronischen Sport in die pädagogischen Konzepte
einzuarbeiten, stößt bei beiden Politikern auf Wohlwollen. Ob man es
direkt im Lehrplan von öffentlichen Schulen unterbringen kann, ist eher
mittel- bis langfristig möglich. Eine Chance bietet hier der Offene
Ganztag, meint Schramma, der den Lehrbetrieb einer Schule vor seinem
Amt als Oberbürgermeister kennen gelernt hat.
Sein Parteifreund aus der Landesregierung denkt da eher an eine Studie,
die die positiven und konstruktiven Seiten der neuen Breitensportart
aufzeigen soll. Krautscheid deutete dabei an, dass es bereits erste
Überlegungen für ein Pilotprojekt gebe, spruchreif sei das aber noch
nicht. Seine Meinung dazu hielt der Landesminister aber nicht zurück.
„“E-Sports in der Schule wäre ein Frontalangriff auf das Imageproblem“,
so Krautscheid. Und Schramma ist sich sicher, dass das Training an
Videospielen auch durchaus nützliche Kompetenzen fördern hilft. Es
müssten aber nur die richtigen Spiele sein, die man für eine
Beschäftigung im Schulunterricht auswählt. Studien, wie die des
Direktors des Kriminologischen Instituts in Hannover Prof. Dr.
Christian Pfeiffer zu Computerspielen und Jugendgewalt, seien nicht
hilfreich, ergänzte Krautscheid.
Der Kölner „Clan“ (neudeutsch: für Mannschaft, Team) „Nfaculty“ wird in
Kürze sein neues Vereinsheim in Köln-Mülheim beziehen. Auch die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medienstabstelle im Amt des
Oberbürgermeisters erhoffen sich nicht zuletzt durch eine offizielle
„fassbare“ Anlaufstelle eine Absenkung der Hemmschwelle. Das Team von
„Nfaculty“ spielt ebenfalls im Finale der ESL Pro Series. Die
Entscheidung, wer die europäische Champions-League der Computerspieler
gewinnen wird, fällt am morgigen Sonntagabend.
Aktuelle Spielstände und Ergebnisse finden sie im Internet unter: www.esl.eu/de/pro-series.

























