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27. 05. 2012
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Hoher Besuch bei ESL Pro Series


06.06.2008 22:00 von:


Der nordrhein-westfälische Minister für Europaangelegenheiten und Medien Andreas Krautscheid und Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma machten zwischen ihren Termine beim Medienfest NRW einen kurzen Abstecher in die Hallen der Expo XXI am Gladbacher Wall. Nach einer kurzen Einführung durch die Organisatoren erläuterten beide Offizielle den Grund ihres Erscheinens. „Wir wollen helfen, die Game-Industrie ein wenig aus der Schmuddelecke herauszuholen“, formulierte Minister Krautscheid die Gründe seines Abstechers. Auch Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma zeigte sich „von der Seriosität beeindruckt“. „Auch wir in Köln sehen das positiv“, erklärte der erste Bürger Kölns mit Hinweis auf die immer wiederkehrende Diskussion um Computerspiele und Jugendschutz.

Neue Ideen warten auf Umsetzung

Dass die „electronic sports“ de facto schon längst Teil der Jugendkultur sind, musste den beiden CDU-Politikern nicht erst erklärt werden. Gerade in Köln ist durch die Ansiedlung von Firmen wie Electronic Arts und Microsoft überdies die Games-Industrie zu einem Wirtschaftsfaktor geworden, der zahlreiche junge Kreative in die Domstadt lockt. „Beste Voraussetzungen“, lautet denn auch das Urteil des Stadtoberhaupts, wenn es um die Zukunftsindustrien geht, mit denen ein Wirtschaftsstandort nachhaltig Arbeitsplätze sichern will. Umso mehr ist es notwendig, eine sachliche Debatte zu führen, wie Schramma weiter ausführte. Er denke dabei an Workshops oder Seminare. Aber auch der Gedanke, den elektronischen Sport in die pädagogischen Konzepte einzuarbeiten, stößt bei beiden Politikern auf Wohlwollen. Ob man es direkt im Lehrplan von öffentlichen Schulen unterbringen kann, ist eher mittel- bis langfristig möglich. Eine Chance bietet hier der Offene Ganztag, meint Schramma, der den Lehrbetrieb einer Schule vor seinem Amt als Oberbürgermeister kennen gelernt hat.

Sein Parteifreund aus der Landesregierung denkt da eher an eine Studie, die die positiven und konstruktiven Seiten der neuen Breitensportart aufzeigen soll. Krautscheid deutete dabei an, dass es bereits erste Überlegungen für ein Pilotprojekt gebe, spruchreif sei das aber noch nicht. Seine Meinung dazu hielt der Landesminister aber nicht zurück. „“E-Sports in der Schule wäre ein Frontalangriff auf das Imageproblem“, so Krautscheid. Und Schramma ist sich sicher, dass das Training an Videospielen auch durchaus nützliche Kompetenzen fördern hilft. Es müssten aber nur die richtigen Spiele sein, die man für eine Beschäftigung im Schulunterricht auswählt. Studien, wie die des Direktors des Kriminologischen Instituts in Hannover Prof. Dr. Christian Pfeiffer zu Computerspielen und Jugendgewalt, seien nicht hilfreich, ergänzte Krautscheid.

Der Kölner „Clan“ (neudeutsch: für Mannschaft, Team) „Nfaculty“ wird in Kürze sein neues Vereinsheim in Köln-Mülheim beziehen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medienstabstelle im Amt des Oberbürgermeisters erhoffen sich nicht zuletzt durch eine offizielle „fassbare“ Anlaufstelle eine Absenkung der Hemmschwelle. Das Team von „Nfaculty“ spielt ebenfalls im Finale der ESL Pro Series. Die Entscheidung, wer die europäische Champions-League der Computerspieler gewinnen wird, fällt am morgigen Sonntagabend.

Aktuelle Spielstände und Ergebnisse finden sie im Internet unter: www.esl.eu/de/pro-series.







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