27. 05. 2012
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Jörg Uckermann läuft zu pro Köln über
Wenige Stunden, nachdem Kölner Lokalmedien über einen möglichen
Übertritt des Ehrenfelder CDU-Politikers Jörg Uckermann zur so
genannten „Bürgerbewegung pro Köln“ berichteten, bestätigte die vom
NRW-Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Formation den
Übertritt am Abend mit einer offiziellen Erklärung.
Demnach soll Uckermann ab sofort Mitglied bei pro Köln sein und aus der
CDU ausgetreten sein. Nach den Worten ihres Vorsitzenden, des
Leverkusener Rechtsanwalts Markus Beisicht, sollen einige „in Ehrenfeld
sehr bekannte Weggefährten“ ebenfalls zur Bürgerbewegung übergelaufen
sein. Das konnte die Kölner CDU am darauffolgenden Tag jedoch nicht
bestätigen. Uckermann war bislang stellvertretender
Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk Ehrenfeld und hat sich in der
Vergangenheit als Kritiker des geplanten Moscheebaus auf dem Gelände
der deutschen Ditib-Zentrale positioniert. Der langjährige
CDU-Ortsverbandsvorsitzende machte zuletzt Schlagzeilen, weil er bei
der letzten Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Ehrenfeld 31
ordentlichen Mitgliedern seiner Partei den Zugang zu den Räumen
verwehrt hatte. Anschließend verließ der Kölner Parteivorsitzenden
Walter Reinarz die Veranstaltung. Uckermann droht ein Parteiausschluss
wegen versuchter Wahlmanipulation, das Verfahren läuft derzeit noch.
In Ehrenfeld wird Uckermann zusammen mit dem dortigen pro
Köln-Vertreter Kurt Täubner die dritte Fraktion auf Stadtbezirksebene
bilden (pro Köln ist bereits in Porz und Chorweiler mit jeweils zwei
Mandaten vertreten). Uckermann selbst hielt sich bis zum späten
Dienstagabend bedeckt. Die „Bürgerbewegung pro Köln“ bezeichnet den
Ehrenfelder Politiker als einen der „profiliertesten
Großmoschee-Kritiker“. Auch auf dem für den 20. September dieses Jahres
geplanten Anti-Islam-Kongress von pro Köln soll Uckermann als Redner
auftreten.

























