27. 05. 2012
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Köln: Auch der Wirtschaftsdezernent soll weiblich sein
Die Sozialdemokraten haben am heutigen Mittwoch ihren Vorschlag für die Nachfolge im Amt des Beigeordneten für Wirtschaft bekannt gegeben. Demnach soll nach dem Willen der Partei die frühere wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion nun als Wirtschaftsdezernentin beginnen. Nach sieben Jahren im Deutschen Bundestag war Berg zu Beginn dieses Jahres in die Kommunalverwaltung der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel eingetreten. Dort übte sie seither das Amt der Dezernentin für Arbeit und Wirtschaft aus, wie die Kölner SPD weiter bekannt gab. Nach Angaben der eigenen Parteifreunde hat sich die 57-jährige Politikerin bereits zu Beginn ihrer politischen Karriere in ihrer Heimatstadt Paderborn mit wirtschaftspolitischen Themen beschäftigt. Die SPD-Politikerin saß vor ihrer Wahl in den Bundestag im Stadtrat ihrer Heimatstadt.
Während ihrer siebenjährigen Zugehörigkeit zum Parlament baute sich die zweifache Mutter ein dichtes Netzwerk mit den relevanten und führenden Wirtschafts- und Branchenverbänden sowie mit zahlreichen Unternehmen verschiedener Größenordnungen auf. Dieses "Kapital" soll die Wirtschaftsexpertin nun in den Kölner Stadtvorstand einfließen lassen. In ihrer bisherigen Tätigkeit war Berg Flughafen- und Hafenangelegenheiten, die Steuerung der städtischen Beteiligungen sowie die Kooperation von Wirtschaft und Hochschulen in der norddeutschen Landeshauptstadt zuständig. Vorgänger Dr. Norbert Walter-Borjans (SPD) war im Sommer als neuer Finanzminister in die nordrhein-westfälische Landesregierung eingetreten. Mit der möglichen Wahl Bergs auf der kommenden Ratssitzung wäre der Stadtvorstand der Stadt Köln wieder komplett.
Stadtvorstand wieder komplett
Auf der letzten Sitzung der Stadtverordneten hatten die Vertreter der Bürgerschaft mit der Mehrheit ihrer Stimmen zwei Dezernentinnen neu gewählt (Köln Nachrichten berichtete). Die SPD hatte das Vorschlagsrecht für diesen Posten und wurde bei der Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten vom Hamburger Personalberater Russell Reynolds unterstützt. Mit der bevorstehenden Wahl, die aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Kölner Stadtrat als relativ sicher gilt, stellt sich die Stadt Köln außerdem an die Spitze der deutschen Kommunen. Im siebenköpfigen Stadtvorstand werden ab dem kommenden Jahr erstmals in der Kölner Stadtgeschichte mehr Frauen als Männer sitzen. Der Beschluss, Berg als neue Wirtschaftsdezernentin vorzuschlagen, fiel in der SPD-Fraktion übrigens einstimmig.

























