27. 05. 2012
Seite drucken
Köln: Polizeipräsident beantragt vorzeitigen Ruhestand
Kölns Polizeipräsident Klaus Steffenhagen hat seinen Dienstherrn, Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) um die vorzeitige Versetzung in den Ruhestand gebeten. Grund für diese überraschende Bitte sei eine schwere Erkrankung Steffenhagens, gab das Kölner Polizeipräsidium vor wenigen Minuten in einer Pressemeldung bekannt. Steffenhagen, seit 46 Jahren im Landespolizeidienst, will bereits zum 30. September dieses Jahres sein Amt zur Verfügung stellen, hieß es dazu weiter. Mit einer persönlichen Erklärung wandte sich der scheidende Leiter der Kölner Polizeibehörde an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
"Ich habe mir diese Entscheidung nach nunmehr 46 sehr erfüllten aber eben auch sehr kräftezehrenden Berufsjahren nicht leicht gemacht. In enger Abstimmung mit meiner Familie und auf Anraten meiner Ärzte habe ich mich aber bereits jetzt, einige Monate vor meiner regulären Pensionierung im Mai 2012, zu diesem Schritt entschlossen. Natürlich möchte ich meine Dienstgeschäfte noch ordnungsgemäß abwickeln und mich von Ihnen auch persönlich verabschieden. Dazu werden wir in den verbleibenden Wochen Gelegenheit finden", teilte der 64-Jährige abschließend mit.
Steffenhagen war vor seiner Berufung nach Köln zwei Jahre lang Polizeipräsident in Hagen. Seit 1999 leitete er die Kölner Polizeibehörde. 1987 bis 1997 war Steffenhagen Vorsitzender der Polizeigewerkschaft GdP in Nordrhein-Westfalen, zugleich auch deren stellvertretender Bundesvorsitzender. Innenminister Jäger wird einer Stellungnahme zufolge dem Kabinett empfehlen, dem Wunsch Steffenhagens zu entsprechen. "Er hat mit seinen innovativen Ideen und seiner großen Tatkraft geholfen, die Polizei in NRW zu modernisieren", lobte der Dienstherr seinen Spitzenbeamten.

























