27. 05. 2012
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Kölner CDU-Chef geht auf Lesetour
Immer wieder wird von Berufspolitikern gefordert, Vorbild zu sein. Und obwohl der überwiegende Teil aller Politiker, insbesondere die ehrenamtlichen in den Kommunalparlamenten, dies mit Herzblut umsetzen, werden insbesondere Politiker der Landes- und Bundesebene häufig ob ihrer Abgehobenheit kritisiert. Der Kölner Vorsitzendes des CDU-Kreisverbandes, Jürgen Hollstein, selbst auch Mitglied im nordrhein-westfälischen Landtag, will Vorbild sein. Und so entschloss sich der konservative Politiker am vergangenen Freitag selbst als Vorleser aktiv zu werden. Die Aktion "Wir lesen vor!" stand im Zusammenhang mit dem sechsten bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen und der Wochenzeitung Die Zeit. Bereits im Sommer hatte für den Kölner Südosten kandidierende Politiker den Schulen in "seinem" Stadtbezirk angeboten, an eben jenem Freitag eine Lesung abzuhalten.
"Die Resonanz war überwältigend, ein halbes Dutzend Schulen hat mich eingeladen, die Nachfage kamen aus der ersten bis achten Klasse", beschrieb Hollstein das, was auf seinen Aufruf folgte. Und weil Hollstein auch keiner Schule absagen wollte, dauerte der Lesetag für ihn die doppelte Zeit. Bereits am Donnerstag besuchte der Landtagsabgeordnete die Schulen und las aus diversen Büchern vor. Am vergangenen Freitag ging es dann quasi im Stundentakt von Schule zu Schule. Hollstein las dabei aus Klassikern wie "Das Fliegende Klassenzimmer" oder "Pippi Langstrump" oder aber auch modernen Jugendromanen, die sich mit Gewalt und Mobbing in Schulen beschäftigen. Trotz angegriffener Stimme absolvierte der Kölner CDU-Chef das komplette Programm. Für ihn nicht nur lästiges Pflichtprogramm sondern ein großer Spaß. "Wer liest, lebt schließlich doppelt", so Hollstein abschließend.

























