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27. 05. 2012
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Kölner OB will öffentliche Bürgerveranstaltung


21.02.2010 23:32 von:

Schlagwörter: Köln,Bauskandal,Nord-Süd-Stadtbahn,Roters,Forderung,Bilfinger Berger,Bürgerveran

Der Bauskandal rund um die Mängel beim Jahrhundertbauwerk "Nord-Süd-Stadtbahn” zieht immer weitere Kreise. Am gestrigen Sonntag hat sich erneut Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters zu Wort gemeldet und von den Baufirmen gefordert, sich in einer öffentlichen Bürgerveranstaltung selbst zu den Vorwürfen zu äußern. Außerdem kündigte Roters an, das Kontrollsystem beim Stadtbahnbau einer gründlichen Revision unterziehen zu wollen. Das Ausmaß der zu Tage getretenen Tricksereien hat inzwischen auch außerhalb der Kölner Stadtgrenzen zu neuen Erkenntnissen geführt. Demnach soll es auch beim Bau einer ICE-Schnellbahntrasse in Süddeutschland zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Die Konsequenzen sind für Roters klar. "Es ist absolut unzumutbar, dass im Rahmen der Ermittlungen Tag für Tag neue Entdeckungen die Menschen in unserer Stadt aufschrecken und in Sorge versetzen. Die Unternehmen müssen selbst ganz dringend ihre internen Strukturen zur Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten und betrügerischen Machenschaften verstärken, ihre internen Überprüfungen mit größter Intensität vorantreiben, die Ermittlungen konstruktiv unterstützen und die Ergebnisse umfassend öffentlich darstellen. Das sind sie den Menschen hier in Köln und den vielen ICE-Fahrgästen bundesweit schuldig", begründete Roters seinen Vorstoß.

Auch die KVB müssen nach Ansicht des Kölner Stadtoberhaupts ihre Öffentlichkeitsarbeit intensivieren. "Ich erwarte, dass jede Frage, die jetzt öffentlich oder in Gremien gestellt wird, umfassend und öffentlich beantwortet wird", so Roters weiter. Von Bilfinger Berger-Vorstandschef Herbert Bodner forderte Roters, endlich in Köln "Flagge zu zeigen" und sich der besorgten Öffentlichkeit zu zeigen. "Die Unternehmensspitze muss hier vor Ort den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Medien Rede und Antwort stehen. Die Stadt wird dazu eine öffentliche Veranstaltung im Gürzenich planen. Ich erwarte, dass die Unternehmensspitze dort präsent ist", wird Roters konkret. Mit einer internen stadtinternen Arbeitsgruppe soll zudem auch die Kontrollsystematik kritisch hinterfragt werden. Die Beauftragung eines externen Ingenieurbüros vonseiten der technischen Aufsichtsbehörde in Düsseldorf begrüßte Roters, zumal durch ein eigenes Büro des Unternehmens Spiekermann eine regelmäßige Kontrolle gewährleistet sein soll. Einen Kommentar zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen wollte Roters in seiner sonntäglichen Stellungnahme aber nicht abgeben. Die Stadt habe noch keinen Einblick in die Ermittlungsakten, so Roters abschließend.


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