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27. 05. 2012
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Kommissarisches Leitungs-Duo für Denkmalamt


27.08.2011 11:42 von:

Schlagwörter: Köln,Kaymer,Denkmalschutz,Stadtkonservator,Denkmalpflege,Denkmal,Schweißgeruch,K

(ehu) Ein Duo soll die kommissarische Leitung der Unteren Denkmalpflege übernehmen. Die eigentliche Leiterin Dr. Renate Kaymer ist für längere Zeit krankgeschrieben, die Position eines Stellvertreters nicht besetzt. Vorerst wird Roland Krapp, Mitarbeiter der Denkmalpflege, das Amt fachlich leiten, die Amtsjuristin Stephanie Schäfer übernimmt die Leitung bei administrativen und juristischen Aufgaben. Das teilte Stadtdirektor Guido Kahlen am Freitag nach Gesprächen mit den Beschäftigten und der Personalvertretung mit. Ob und wann die 53-jährige Kaymer wieder auf ihren Posten zurückkehrt, ließ Kahlen offen.

Außerdem, so Kahlen weiter, werde die eingeleitete Organisationsuntersuchung der Unteren Denkmalpflege fortgeführt. Sie soll durch einen "neutralen, in Problemsituationen erfahrenen Fachmann" begleitet werden. Die Untere Denkmalpflege ist schon längere Zeit ein Sorgenkind der Verwaltung. Im Mittelpunkt der Kritik stand immer wieder Stadtkonservatorin Kaymer.

Mitarbeiter beklagten sich beim Bürgermeister über "Angst und Demotivierung"

Für bundesweite Spott-Schlagzeilen sorgte sie im Vorjahr, als sie einen Mitarbeiter während dessen Probezeit wegen "Schweißgeruch" kündigte. Eine Begründung, für die sie bei den Mitarbeitern des Amtes keine Unterstützung fand. Die äußerten vielmehr in einem Brief an Oberbürgermeister, Dezernat und Personalrat ihr "Entsetzen" über die Kündigung und klagten über "Unzufriedenheit, Angst und Demotivierung" in ihrem Amt. In diesem Jahr kündigte Kaymer – ebenfalls in der Probezeit – ihrem Stellvertreter in spe.

Bestritten wurde auch ihre Sachkompetenz und ihr Durchsetzungsvermögen. Vertreter des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz etwa warfen ihr regelmäßig vor, den Denkmalschutz den wirtschaftlichen Interessen von Investoren unterzuordnen. Erst kürzlich kassierte das Kölner Verwaltungsgericht ihre Entscheidung, die Aufstockung von Gebäuden am Gereonshof entgegen dem Höhenkonzept um zusätzliche Stockwerke zu erlauben. Ein Urteil, das auch der ehemalige Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereins Hanns Schaefer lobte (Köln Nachrichten berichtete).







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