27. 05. 2012
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Kritik an Personalpolitik des Stadtoberhaupts
Grund für die Politikerschelte des CDU-Politikers ist die geplante
Neubesetzung an der Spitze der Standortmarketinggesellschaft Cologne
Bonn Business.
Im Gegensatz zur CDU und Schramma sehen die Sozialdemokraten keine
Beiträge der Gesellschaft zur Profilgebung der Region „im nationalen
und internationalen Wettbewerb“, so Ott. Stattdessen versuche der
Oberbürgermeister „Personalwünsche durchzupauken“, ließ der
SPD-Politiker und Ratspolitiker verlautbaren. Ingesamt ging Ott sogar
noch grundsätzlicher mit der Gesellschaft ins Gericht. Statt neuer
Gesichter auf dem Posten der Geschäftsführung sollten sich die
Verantwortlichen eher mit der notwendigen Neuausrichtung einer
„gescheiterten Marketingstrategie“ auseinander setzen, hieß es dazu
weiter.
Insgesamt seien in den vergangenen Jahren Millionen Euro in die
Gesellschaft geflossen, eine erkennbare Profilierung der Region Köln
vermisse man allerdings. Der kleinste gemeinsame Nenner, aus
Gleichberechtigungsgründen auf Bilder zu verzichten, stößt auf
besonderes Unverständnis. Im Falle Kölns meint Ott insbesondere den
Rhein und das Weltkulturerbe Dom. „Wenn wir wirkungsvolle Werbung für
die Region – auch als Wirtschaftsstandort – machen wollen, dann müssen
wir einsetzen, was wir haben“, so Ott wörtlich. Insgesamt bezeichnete
Ott die Abstimmung der einzelnen Gesellschafter (Kommunen) an der
gemeinsamen Gesellschaft als „miserabel“. Die Personalpolitik des
Kölner Stadtoberhaupts „sei mit teuren Fehlentscheidungen für
Günstlinge gepflastert“, so Ott weiter. Die derzeitige
Geschäftsführerin habe es hingegen nicht vermocht, die verschiedenen
Gesellschafter des Unternehmens auf Linie zu bringen. Statt der
Neubesetzung aus den Kreisen der eigenen Partei solle Schramma vielmehr
seinen Wirtschaftsdezernenten hinzuziehen. Auch den Rat der IHK und der
eigenen Wirtschaftsförderung solle das Stadtoberhaupt beachten,
forderte Ott abschließend.
Die potenzielle Nachfolgerin von Katrin Rüffer wurde namentlich zwar
nicht genannt, aber selbst Ott räumte ein, dass sie eine anerkannte
Fachkraft und aktive CDU-Politikerin sei. Um so wichtiger sei es,
zunächst über die Neuausrichtung zu reden und dann wichtige
Personalentscheidungen zu treffen, so der Kölner SPD-Chef abschließend.

























