27. 05. 2012
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Manfred Rouhs zieht sich aus Stadtrat zurück
Manfred Rouhs, Mitglied der fünfköpfigen Fraktion der als rechtsextrem eingestuften Formation "pro Köln" im Kölner Stadtrat hat am heutigen Dienstag offiziell sein Ratsmandat niedergelegt. Das bestätigte das städtische Presseamt in einer schriftlichen Mitteilung. Für Rouhs, der seit 2004 im Kölner Stadtrat sitzt, wird der 51-jährige Karel Schiele nachrücken. Er wird fortan die Ratsfraktion der Rechtspopulisten komplettieren.
Rouhs ist Vorsitzender der "pro"-Bewegung auf Bundesebene. Zuletzt geriet er in die Schlagzeilen, nachdem der in der vergangenen Woche zurückgetretene Berliner Landeschef der Rechtspopulisten, der schwedische Geschäftsmann Patrik Brinkmann, den Bundesvorsitzenden hart attackiert hatte. Am heutigen Dienstag gab dann der Berliner Landesverband bekannt, dass der Kölner zu den kommenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus in der Bundeshauptstadt als Spitzenkandidat seiner Gruppierung antreten will. Damit verbunden sei auch ein Wohnsitzwechsel, hieß es dazu weiter. "Unser Wahlantritt in Berlin am 18. September 2011 ist vier Jahre lang vorbereitet worden", erklärte der Neu-Berliner und vormalige Kommunalpolitiker. Am 15. April wollen die Verantwortlichen des Berliner Landesverbandes die so genannte Landesliste wählen. Ort der Veranstaltung ist das Bezirksrathaus Spandau.
Rouhs wird auf der Internetseite der Kölner Rechtspopulisten weiterhin als Beisitzer im Vorstand von pro Köln geführt. Innerhalb der Ratsfraktion saß der 45-Jährige als stimmberechtigtes Mitglied im Finanzausschuss. Zur gestrigen Sitzung ließ er sich jedoch bereits vertreten. Die Wahlen zum Berliner Landtag finden am 18. September statt.

























