27. 05. 2012
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Marlis Bredehorst wechselt nach Düsseldorf
Marlis Bredehorst ist mit sofortiger Wirkung als Staatssekretärin in das neu zugeschnittene Ressort Gesundheit, Empanzipation, Pflege und Alter nach Düsseldorf berufen worden. Ministerin wird ihre Grünen-Parteifreundin Barbara Steffens. Bredehorst ist seit inzwischen sieben Jahren Beigeordnete der Stadt Köln. Zuletzt erhielt sie mit dem Ausscheiden von Ursula Christiansen auch das Gesundheitsressort zugesprochen.
Die Ratsfraktion der Grünen hat ihrer Parteifreundin zur Beförderung nach Düsseldorf gratuliert. In ihrer Zeit regte Bredehorst zahlreiche Gesprächsrunden an. Insbesondere im Feld der Integration, aber auch bei der Vernetzung erwarb sich die Beigeordnete Verdienste um den Ausbau der Netzwerke. In ihre Zeit fiel unter anderem der Runde Tisch für Flüchtlingsfragen, die Einrichtung einer Behindertenbeauftragten sowie die Erarbeitung eines Konzeptes zur Förderung der Integration in Köln. Kritik vonseiten der CDU kam auf, als kurz nach dem Einsturz des Stadtarchivs herauskam, dass in dem unterirdischen Tunnelbauwerk zu viel Grundwasser entnommen wurde. Der Versuch der CDU-Fraktion, das Umweltressort einem anderen Dezernat zuzuschlagen, scheiterte jedoch an Formfehlern - zunächst sollte das Ressort samt Amt beim Oberbürgermeister angesiedelt werden. Als der Fehler auffiel, plädierte die CDU für eine Übernahme in den Verantwortungsbereich des Stadtdirektors. Aber auch dieses Ansinnen scheiterte an den Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat.
Im Kölner Stadtvorstand müssen nun drei Dezernate neu besetzt werden. Neben der Beigeordneten für Soziales wird auch der amtierende Stadtkämmerer und Wirtschaftsdezernent in Personalunion, Dr. Norbert Walter-Borjans, seinen zukünftigen Arbeitsmittelpunkt in Düsseldorf haben. Er ist am heutigen Donnerstag zum neuen Finanzminister des Landes ernannt worden. In den vergangenen Monaten unternahmen die Kölner Grünen gleich zwei Anläufe die Stelle des Stadtkämmerers neu zu besetzen. Aber sowohl die bereits durchgeführte Wahl des Grünen-Fraktionsvize Jörg Frank wie auch die angedachte Wahl von Gabriele C. Klug, Dezernentin aus Wesel, scheiterten am Einspruch der Bezirksregierung und der formellen Rücknahme durch den Kölner Oberbürgermeister.

























