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27. 05. 2012
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Norbert Röttgen erhält knappe Mehrheit der CDU-Mitglieder


02.11.2010 10:21 von:

Schlagwörter: NRW,Dr. Norbert Röttgen,Landesvorsitzender,2010,CDU,Armin Laschet,Mitgliederbefr

Rund 160.000 CDU-Mitglieder im größten CDU-Landesverband haben bis zum vergangenen Sonntag per Votum ihren neuen Landesvorsitzenden bestimmt. Zur Wahl standen der vormalige Landesintegrationsminister Armin Laschet und Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Am Ende gewann der Bundespolitiker, der nun bereits als "Kronprinz" von Kanzlerin Angela Merkel gehandelt wird. Vorgänger Jürgen Rüttgers hatte das offizielle Ergebnis der Mitgliederbefragung am vergangenen Sonntagabend verkündet. 54,8 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf den Sieger, Laschet kam auf immerhin 45,2 Prozent der Stimmen. Mehr als die Hälfte der CDU-Mitglieder (52,8 Prozent) hatten ihre Stimmen abgegeben. In Köln blieb die Wahlbeteiligung mit 45,79 Prozent etwas hinter dem Landestrend zurück. Beim Wahlergebnis hatte die Kölner CDU-Mitglieder nahezu deckungsgleich das Landesergebnis abgebildet. In der Domstadt erhielt der Bundesumweltminister 54,37, sein Herausforderer 44,97 Prozent. Kölns CDU-Vorsitzender Jürgen Hollstein hatte sich im Vorfeld des Wahlgang nicht auf eine Wahlempfehlung festgelegt. "Es war in Köln ein offenes Rennen", so Hollstein weiter. Formal gewählt werden soll der designierte neue Landeschef dann auf dem kommenden Landesparteitag in Bonn.

SPD und Grüne mit unterschiedlichen Reaktionen

Fast noch interessanter als die Personalentscheidung über die Nachfolge des Ex-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers war die Reaktion des politischen Kontrahenten. Vor allem die SPD nutzte die Wahl Röttgens, um mit dem vormaligen Widersacher auf Landesebene abzurechnen. Die Wahl Röttgens sei ein "Misstrauensvotum gegen den Rüttgers-Clan", giftete die Landes-SPD aus Düsseldorf. "Das Ergebnis der heutigen Abstimmung zeigt. Selbst ein durch den faulen Atomkompromiss angeschlagener Umweltminister ist den CDU-Mitgliedern lieber als ein Zögling von Rüttgers", legte der Generalsekretär der Landespartei Michael Groschek nach. Deutlich zurückhaltender und konzilianter im Duktus reagierten die Landes-Grünen auf den neuen politischen Gegner. So titelten die Grünen ihre Überschrift mit einem Glückwunsch an den Frischgewählten. "Wir sind gespannt, ob er einen Kurs der Erneuerung der CDU in NRW einschlägt und die Partei aus der gescheiterten Rüttgers-Ära heraus führen kann", ließen die beiden Landesvorsitzenden der Partei, Monika Düker und Sven Lehmann, wissen. Allerdings lagen auch die Grünen in der Sache in weiten Teilen jenseits des politischen Konsens. Vielmehr habe sich die konservative Partei in einigen Politikfeldern inzwischen zu "einer No-Go-Area für Grüne" entwickelt. Als Beispiele nannten die beiden Landesvorstände die Bereiche Schul- und Integrationspolitik. "Wir laden den neu gewählten CDU-Vorsitzenden ein, mit uns weitere politische Schnittmengen zu identifizieren", hieß es vonseiten der Grünen abschließend.







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