27. 05. 2012
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Oberbürgermeister Roters begrüßt Grundsatzbeschluss
Die gestrige Entscheidung der Ratsmehrheit stößt auch bei Oberbürgermeister Jürgen Roters auf Zustimmung. Zwar hatte sich das Kölner Stadtoberhaupt im Vorfeld der gestrigen Sitzung mehrfach für eine "Komplettlösung" ausgesprochen. Aber auch mit dem Beschluss der Ratsmehrheit vom gestrigen Donnerstag könne er sehr gut leben, so der SPD-Politiker in einer heutigen Stellungnahme. Der Stadtrat hatte am gestrigen Donnerstag zwar den Planungsauftrag für die Sanierung von Oper und Schauspiel in der vom Runden Tisch favorisierten Variante "V6" der Machbarkeitsstudie beschlossen. Allerdings sollten die baulichen Ertüchtigungen von Kinderoper und Studiobühne nochmals von der Verwaltung geprüft und nach Alternativmöglichkeiten priorisiert werden. In geheimer Abstimmung hatten 52 Stadträte für diese Entscheidung gestimmt, 38 waren gegen den Planungsbeschluss. (Köln Nachrichten berichtete).
Für die beiden genannten Bestandteile des Kulturensembles sollen neben der Bestandssanierung der beiden Häuser auch die unterirdischen Neubauanteile unter dem kleinen Offenbachplatz geplant werden. Entgegen der aus 253 Millionen Euro Baukosten geschätzten "Beier-Variante" (benannt nach der amtierenden Intendantin des Schauspielhauses) soll der gestern beschlossene Finanzrahmen zunächst und vorbehaltlich weiterer Prüfungen auf 240 Millionen Euro reduziert werden. Für Studiobühne und Kinderoper sollen neben dem Ausbau in der Innenstadt auch alternative Standorte, unter anderem in der Halle Kalk, geprüft werden. Bis zum fälligen Baubeschluss sollen die Ergebnisse der Prüfungen dem Stadtrat vorgestellt werden, dann wolle man entscheiden. "Ich bin erleichtert, dass der Zeitplan zur Sanierung der Bühnen zunächst nicht gefährdet ist. Durch den jetzigen Planungsauftrag wird der Zeitrahmen bis zum geplanten Baubeschluss nicht überschritten", erklärte Kulturdezernent Prof. Georg Quander nach dem Beschluss.
Und auch Roters wirkte nach der Sitzung alles andere als enttäuscht. "Wichtig ist, dass der Rat die Variante 6 als Basis für die weitere Planung bestätigt hat. Auf dieser Basis können jetzt die beiden noch offenen Punkte Kinderoper und künftige Nutzung Opernterrassen in Angriff genommen werden" so der Oberbürgermeister in seiner Stellungnahme. Vor der eigentlichen Debatte in Plenum hatte sich Roters eigener Aussage zufolge bereits mit seiner Fraktion auf den maximalen Finanzrahmen verständigt. Ganz zufrieden wirkte Roters in seiner Stellungnahme jedoch nicht. "Mit dem Grundlagenbeschluss können die Bühnen jetzt aber immerhin die Planung vorantreiben", so Roters abschließend. Nicht nur er hätte sich gewünscht, dass sich die Ratsmehrheit am gestrigen Donnerstag zur "großen Lösung V6" durchgerungen hätte.
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