27. 05. 2012
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Roters will innovative Kräfte bündeln
Am heutigen Mittwoch hat der gemeinsame Oberbürgermeisterkandidat von SPD und Grünen, Jürgen Roters, seine jüngste Idee vorgestellt. Ein "Haus der Innovation" soll zukünftig die Verzahnung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft voranbringen. Zehn "Säulen" identifizierte der SPD-Politiker bei der heutigen Vorstellung seiner Idee. "Wichtig ist es, ein innovatives Klima zu erzeugen. Das wird Köln im Wettbewerb der Großstädte nach vorne bringen", erklärte der OB-Kandidat. Seines Wissens nach wäre Köln die erste Großstadt, die über eine solche Kontaktstelle verfügt. Köln hat dabei ausgesprochen gute Voraussetzungen. Mit gleich zwölf Hochschulen und fünf weitere Forschungseinrichtungen ist die Domstadt das Zentrum einer Wissenschaftsregion, wie es in dieser Häufung kaum eine zweite in Europa gibt. "Aber wir machen von diesem Potenzial zu wenig Gebrauch. Die Hochschulen finden zu wenig im Stadtleben statt", begründete Roters seinen Vorstoß.
Positive Ansätze wollte der OB-Kandidat nicht unerwähnt lassen. So gibt es bereits seit einigen Jahren die Kölner Wissenschaftsrunde und eine gut gelungene Internetseite (www.wissensdurst-koeln.de), aber eben keine Anlauf- und Kontaktstelle für Wissenschaft und Wirtschaft. Das gelte vor allem für die Umsetzung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse in ganz konkrete Produktentwicklungen. So soll das neue Haus der Innovation vor allem eines sein, ein "Schaufenster". Das gilt für Schüler, Studierende, Unternehmen und die Wissenschaft. Auf einer Art "Wanderausstellung" sollen Unternehmen ihre Betriebe und Forscher ihre Forschungsergebnisse präsentieren können. Ein Transferzentrum sowie eine Patentinformationsbörse runden das Angebotsportfolio des neuen Hauses ab. Großen Wert legt Roters dabei auf die Außendarstellung der neuen Einrichtung. Insbesondere die Darstellung in der Presse liegt dem Initiator am Herzen.
Schon bald, so hofft Roters, soll es einen ersten Antrag seiner Fraktion dazu geben. "Wir sollten das noch vor der Wahl angehen, das wäre ein guter Aufschlag", erklärte Roters auf Nachfrage. In verschiedenen Gesprächen habe Roters bereits ein hohes Interesse anderer potenzieller Partner ausgemacht. Als potenzielle Organisationslösung schwebt dem SPD-Politiker ein Verein mit schlanker Organisation und breiter Mitgliederbasis vor. Da könnten neben der Stadt auch die Kammern, Gewerkschaften, Verbände und Stiftungen vertreten sein. Über einen möglichen Standort des neuen Hauses gebe es noch keine konkreten Angaben. Aber mit der geplanten Verlagerung eines Großteils der Fachhochschule in das linksrheinische Köln könnte sich eine Perspektive für den bereits bestehenden FH-Bau in Köln-Deutz ergeben. Aber das müsse man sehen, so Roters abschließend.

























