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27. 05. 2012
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Rückenwind für Roters


24.03.2009 15:21 von:

Schlagwörter: Köln,SPD,Grüne,Kernbündnis,Roters,Schramma,Kritik,Oberbürgermeister,Einsturz,Arc

Mit einer vierseitigen Presseerklärung hat sich am heutigen Dienstag der gemeinsame Oberbürgermeister des Kölner Kern-Bündnisses, Jürgen Roters, zu Wort gemeldet. Der Amtsinhaber und oberste Dienstherr der Stadt trage die Verantwortung für das Stadtmanagement, ließ Roters wissen. Für die derzeitige Unkultur der Verantwortungslosigkeit zeigt der ehemalige Regierungspräsident wenig Verständnis. "Nach dem erschütternden Unglück offenbart sich den Kölnerinnen und Kölnern jetzt bei der Suche nach Ursachen, Schuld und Verantwortung ein Desaster an unglaublicher Gedankenlosigkeit, Ignoranz und schlampiger Organisation", erklärte Roters. Seiner Meinung habe auch Schramma mit seinen Versuchen der Ursachensuche "das Vertrauen der Menschen verspielt". Er selbst habe sich aus gutem Grund zurückgehalten, fordert aber nun, dass der amtierende OB zu seiner Verantwortung steht und sich dazu bekennt. Genau daran aber habe es in der jüngsten gemangelt, so der Vorwurf Roters`. Hohes Lob erhielten hingegen die anderen Krisenmanager von Schramma Kontrahent bei den bevorstehenden Kommunalwahlen. Mit dem Chef der Kölner Berufsfeuerwehr, Stephan Neuhoff, und dem Leiter des eingesetzten Krisenstabes, Guido Kahlen, habe Köln gleich "zwei sehr gute Krisenmanager". "Beide hatten das aktuelle Geschehen sehr gut im Griff und vermittelten jederzeit, dass man auf die Kompetenz und den Einsatzwillen aller Beteiligten vertrauen konnte", so Roters weiter.

Forderung nach neuer Verwaltungskultur

OB-Kandidat Roters setzte sich zugleich auch kritisch mit der derzeitigen Verwaltungskultur auseinander. Dabei forderte er nicht weniger als ein komplettes Umdenken. Die derzeit vom Amtsinhaber geprägte Verwaltungskultur basiere auf "Mittelmaß und Jasagertum", legte Roters nach. Wie schon seine Parteifreunde aus den eigenen Reihen warf Roters seinem Kontrahenten Versagen vor. "Das derzeitige Krisenmanagement zeigt, dass der OB auch nach neun Amtsjahren nichts dazugelernt hat. Er versteht sein Handwerk nicht, er kann es einfach nicht", fasst Roters seine Kritik zusammen. Köln brauche jetzt "dringend eine Neubelebung der Verwaltungskultur", forderte Roters und meint damit "kompetente Führung, klare Orientierung und Zielsetzung sowie Verlässlichkeit und Vertrauen". Und dass er sich selbst als Repräsentant dieser neuen Politik sieht, daran besteht für den 59-jährigen Politiker keinerlei Zweifel. "Dieser Neubeginn ist nur ohne den bisherigen Amtsinhaber möglich", erklärte Roters weiter.

Unterdessen fordert das Kölner Kernbündnis in einem gemeinsamen Ratsantrag für die kommende Sitzung am 26. März 2009, dass die Zuständigkeit für die Bauaufsicht wechselt. SPD und Grüne wollen das städtische Amt für Brücken und Stadtbahnbau mit dieser Aufgabe betrauen. Bislang war die städtische Tochter KVB für die Aufsicht an der Baustelle verantwortlich. Bei Projekten dieser Größenordnung ist es allerdings nicht unüblich, dass Bauherr und Bauaufsicht in einer Hand liegen. Eine ähnliche Konstellationen gebe es derzeit auch auf anderen Großbaustellen in NRW-Großstädten, wie zum Beispiel beim derzeitigen U-Bahn-Bau in der Landeshauptstadt. Hier kontrolliert sich die Stadtverwaltung selbst.







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