27. 05. 2012
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Rundes Jubiläum für OB-Bürgersprechstunde
Das OB-Bürgerbüro gibt es seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000. Am gestrigen Dienstag hat Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma in diesen Räumen die 100. Bürgersprechstunde abgehalten. Seit mehr als einem Jahr liegt das Bürgerbüro am Laurenzplatz, nachdem die vier Mitarbeiterinnen zuvor im Spanischen Bau untergebracht waren. Wie das Presseamt der Stadt Köln am gestrigen Dienstag weiter bekannt gab, ist der direkte Kontakt zwischen Stadtoberhaupt und Bürgerschaft auch in einer Millionenstadt ein wichtiges Anliegen und gleichzeitig die Möglichkeit, sich direkt mit den Sorgen und Nöten der Kölner zu beschäftigen. Zugleich werden neben Wünschen und Bedürfnissen auch Anregungen entgegen genommen.
"Mir persönlich macht es sehr viel Spaß, mit Kölnerinnen und Kölner im OB-Bürgerbüro sprechen zu können, erfahre ich in diesen Gesprächen doch, was die Menschen in unserer Stadt bewegt. Auch wenn man es nicht immer jedem Recht machen kann, versuchen wir bei Problemen, tragfähige Lösungen gemeinsam mit den Menschen zu finden. Auf diese Weise haben Bürgerinnen und Bürger schon so manche Veränderung in unserer Stadt mit angestoßen. Für diese ‚Unternehmensberatung’ danke ich ganz herzlich allen, die dabei mitgeholfen haben", so Schramma in einer Stellungnahme nach seiner letzten offiziellen Sprechstunde. Auch sonst ist das Bürgerbüro jeden Werktag geöffnet, pro Monat nutzen rund 1000 Kölnerinnen und Kölner die Einrichtung, um den Kontakt zur Stadtspitze persönlich oder durch Telefon zu suchen. Weitere 250 kommen über andere Wege, melden sich per Fax, E-Mail oder auf dem Postweg. In einigen Fällen konnte das Amt des Oberbürgermeisters tatsächlich schnell helfen, so zum Beispiel im Falle einer Dame, die sich in ihrem Stadtteil über einen umgekippten Eimer weiße Farbe echauffierte. Nachdem die Frau sich selbst um eine Lösung bei der Stadt bemühte, aber keinen Erfolg hatte, wandte sie sich an das Bürgerbüro. Und tatsächlich gelang durch eine schnelle Intervention des OB-Amtes, dass die KASA die Farbreste schnell entfernte. Im vergangenen Jahr gelang es, aus einer Spende von 200 Euro nach einem Spielplatzfest, dass trotzdem ein neuer Kletterturm installiert werden konnte. Im Herbst vergangenen Jahres war Einweihung des neuen Spielgeräts, Schramma ließ sich trotz engen Terminkalenders sogar persönlich auf dem Spielplatz blicken.
Fast ein Drittel aller Anliegen und Anregungen kamen in der Amtszeit Schrammas aus den Bereichen Ordnungsangelegenheiten und Soziales. Auch Sauberkeit, Grünpflege, Kinderspielplätze, Ausländerangelegenheiten und Straßenverkehr trugen mit jeweils zehn Prozent zum Arbeitsaufkommen des Bürgerbüros bei. Die Mitarbeiterinnen mussten dabei auch so mancher Klage wegen unfreundlichem Verhalten der Stadtverwaltung nachgehen. Neben der Anlaufstelle nahe des Rathauses nutzte Schramma auch andere Kanäle, um den direkten Kontakt zwischen ihm und den Bürgern zu institutionalisieren. Seit 2005 steht in regelmäßigen Abständen der OB-Internetchat auf der Internetseite koeln.de auf dem Programm. Zudem organisierte sein Amt in vier Staffeln die so genannte "SOKO Veedel", bei dem das Stadtoberhaupt in den Viertel gemeinsam mit anderen Dienststellen und der Kölner Polizei so manches Problem in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

























