27. 05. 2012
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Schramma zieht sich aus Politik zurück
Kölns scheidender Oberbürgermeister Fritz Schramma wird sein Ratsmandat in der kommenden Legislaturperiode nicht wahrnehmen. Das teilte das Presseamt der Stadt Köln am heutigen Donnerstagmittag in einer Erklärung mit. "Ich habe stets betont, dass ich nach der Kommunalwahl die Gespräche zur Bildung der neuen Ratsfraktion aktiv begleiten und mit Rat und Tat unterstützen werde. Dazu stand ich bei meiner Partei und Fraktion im Wort und habe diese Aufgabe in den vergangenen Wochen intensiv wahrgenommen", so Schramma weiter. Mit seinem Rückzug aus der aktiven Politik will der CDU-Politiker den Weg zu einer Verjüngung der Fraktion freimachen, hieß es dazu weiter.
Für Schramma wird Niklas Kienitz als Nachfolger neu in die 25-köpfige CDU-Fraktion aufgenommen. Der Fraktion wird auch in dieser Ratsperiode der amtierende Fraktionschef Winrich Granitzka vorstehen. Die Geschäftsführung hatte bereits im vergangenen Jahr auf Stefan Götz, den ehemaligen Fraktionschef der CDU im Kölner Regionalrat, übernommen. Granitzka war kurz nach der Kommunalwahl mit 96 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Auch bei der Wahl des ersten Stellvertreters mit Karl Klipper bleibt alles beim Alten. Zweiter Vorsitzender wird Andreas Köhler, dritte Stellvertreterin ist Ursula Gärtner. Nachrücker Kienitz, der als Ersatzkandidat für Schramma in den Stadtrat einziehen wird, stammt aus dem Stadtbezirk Ehrenfeld.
Schramma war im August vergangenen Jahres erneut als OB-Kandidat seiner Partei nominiert worden. Nach ungünstigen Umfrageergebnissen im Nachgang zum vielfach kritisierten Krisenmanagement nach dem Einsturz des Historischen Archivs hatte der CDU-Politiker vor knapp einem halben Jahr seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bekannt gegeben. Es folgte eine wochenlange Suche nach einem Ersatzkandidaten. Mit Peter Kurth stellten die Christdemokraten dann Mitte Mai dieses Jahres einen OB-Kandidaten auf. Trotz seiner kurzen Eingewöhnungszeit erzielte der gebürtige Siegburger und ehemalige Berliner Finanzsenator mit mehr als 33 Prozent ein respektables Ergebnis.

























