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27. 05. 2012
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SPD-Chef Ott fordert Rücktritt der NRW-Schulministerin


08.06.2008 22:00 von:


Am heutigen Montag hat sich der Kölner Kreisvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzender der nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten Jochen Ott zu Wort gemeldet. Den für den 17. Juni angekündigten Termin bezeichnete Ott als „skandalös“. Mit Blick auf die Situation in den Schulen, die dem ausgebildeten und praktizierenden Pädagogen Ott aus der Praxis bestens bekannt sein dürften, sei Unsicherheit bei den Schülern die Folge dieser Entscheidung. „Mit der Verordnung, die die Schulen dazu verpflichtet, für den 17. Juni die Wiederholung der Abiturprüfung in Mathematik anzubieten, will die Ministerin nur von ihrer Unsicherheit ablenken“, erklärte Ott. Nach Ansicht des Kölner SPD-Chefs ist die CDU-Politikerin „vollkommen überfordert“. „Sie muss zurücktreten“, forderte Ott. Zugleich kritisierte der Kölner Ratspolitiker auch die seiner Meinung nach bürokratieträchtigen Entscheidungen wie zum Beispiel die Einführung von Kopfnoten. „Bildungspolitik ist zu wichtig, um sie einer Laienspielschar zu überlassen“, so Ott abschließend.

Ministerin reagierte auf Kritik an Mathe-Klausuren

Noch Ende vergangener Woche sah es nicht so aus, als ließe sich die Schulministerin davon abhalten, die Mathematik-Klausuren als vertretbar zu bezeichnen. Am heutigen Montag früh kam dann die „General-Amnestie“, wie die Medien berichteten. Dabei ist der Zeitplan denkbar knapp. Wer bis zum 13. Juni seinen Einspruch gegen die alte Klausur einreicht, hat vier Tage später die Chance, in einer neuen Klausur sein mathematisches Können unter Beweis zu stellen. Die Noten selbst sollen dann am 23. Juni zugeleitet werden. Die bisherigen Mathematik-Noten werden mit der neuen Klausur ungültig, erklärten die Ministerialen weiter. Die Reaktion bezeichnete Sommer am heutigen Morgen als „schnelle und unbürokratische Lösung“. Einer der wesentlichen Ursachen für das „Einknicken“ der Ministerin dürfte die Kritik des Bonner Mathematik-Professors Peter Koepke gewesen sein. Der hatte kurz zuvor gleich zwei Mathematik-Aufgaben im Zentralabitur als „schlicht unlösbar“ bezeichnet. In einem Falle suchte die Ministerin gar eine Teilschuld bei den Lehrern, was ihr prompt den Unmut der Fachlehrer zuzog. Auch im Landtag ärgerte sich die Opposition über den Auftritt der Schulministerin. Die bildungspolitische Sprecherin der SPD und ehemalige Bildungsministerin Ute Schäfer griff ihre Nachfolgerin scharf an und forderte im Landtag ebenfalls ihren Rücktritt.







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