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27. 05. 2012
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Streit um Personalentscheidung bei Cologne Bonn Business


22.01.2009 00:36 von:

Schlagwörter: Köln,Cologne Bonn Business,Personalentscheidung,Geschäftsführung,Sylvia Knecht,K

Dr. Sylvia Knecht ist neue Geschäftsführerin von Cologne Bonn Business. Ihre Vorgängerin Katrin Rüffer hatte die Marketinggesellschaft der Städte Köln und Bonn zuvor fünf Jahre lang geleitet und ist zum Jahreswechsel ausgeschieden. Sie wolle sich neuen Aufgaben widmen, hieß es. Doch die Personalentscheidung stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung. Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Alfred Schultz nannte die Ernennung Knechts ohne Beteiligung des mitverantwortlichen Wirtschaftsdezernenten Dr. Norbert Walter-Borjans eine "Personalpolitik nach Gutsherrenart". Man sei "in Sorge um das regionale Standortmarketing", hieß es dazu weiter. Schultz, der als Sachkundiger Einwohner für seine Partei im Wirtschaftsausschuss sitzt, bezweifelte in diesem Zusammenhang sogar den grundsätzlichen Zweck der Gesellschaft. Cologne Bonn Business habe jahrelang das Geld der regionalen Gesellschafter ohne nachhaltige Wirkung verbrannt. Das werde mit einem neuen Kopf an der Spitze ohne deutlichen Kurswechsel in der Sache nicht anders, hieß es einer entsprechenden Stellungnahme der SPD-Fraktion.

Besonders kritisch sehen die Vertreter der SPD die Praxis, dass der Wirtschaftsdezernent selbst bereits zum zweiten Mal nach der Ämterrotation im Jahr 2007 außen vor gelassen wurde. "Die Beteiligung ausgewiesener Fachleute ist unerwünscht", schlussfolgert die Partei, die eigentlich im Stadtrat über eine Gestaltungsmacht verfügt. Walter-Borjans habe darauf hingewiesen und gleichzeitig eine inhaltliche Neupositionierung der gemeinsamen Gesellschaft der Städte Köln und Bonn angemahnt. Für die Sozialdemokraten liegt der Verdacht der "Vetternwirtschaft" nahe. Walter-Borjans, der sich als Wirtschaftsdezernent schon seit seinem Amtsantritt mit der Positionierung Kölns als Marke beschäftigt. Mit der nun erfolgten Entscheidung für eine Parteifreundin Schramma schade der Oberbürgermeister der gesamten Stadt und der Qualität des regionalen Standortmarketings. Auch die neue Geschäftsführerin hätte es verdient, ihren Job unter klar umrissenen Voraussetzungen antreten zu können. "Was so scheinen mag, als nutze es dem um seine Wiederwahl ringenden OB und seiner Parteifreundin, der neuen Geschäftsführerin, schadet allen", so Schultz abschließend.

Sylvia Knecht ist promovierte Politologin und hat den neuen Posten bereits zum Jahresbeginn angetreten. Sie hatte zuvor als Referentin für arbeitsmarktpolitische Themen im Deutschen Bundestag und seit 2002 als Sprecherin des Vorstandes und Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der DIS AG fungiert.







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