27. 05. 2012
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Umbau der U-Bahn am Ebertplatz endgültig abgeschlossenq
Der Umbau der U-Bahn-Station Ebertplatz ist am gestrigen Donnerstag abgeschlossen worden. Letzte Maßnahme war der Rammschutz vor dem westlichen Aufzug der neuen Haltestelle. Nun ist auch die letzte der vier U-Bahn-Stationen in der Innenstadt auf barrierefreien Zugang optimiert worden. Die Urheberschaft für den Ausbau des so genannten Niederflurnetzes erhebt die FDP-Fraktion. Deren Vorsitzender Ralph Sterck hatte vor zehn Jahren mit einem entsprechenden Antrag die Debatte über die Erweiterung des Niederflurnetzes angestoßen. Seither wurden die Bahnsteige in den U-Bahn-Stationen Poststraße, Appellhofplatz, Dom, Neumarkt und eben auch der Ebertplatz um bis zu 90 Zentimeter angehoben worden. Das ermöglicht den "niveaugleichen" Zugang zu den dort verkehrenden Stadtbahnwagen, als auch für mobilitätseingeschränkte Personen ohne fremde Hilfe zugänglich. Für den Kölner Liberalen ist der nun erfolgte Abschluss einer "der größten Erfolge liberaler Stadtpolitik", so Sterck.
<b<"Regierungsbeteiligung" im Stadtrat – Ergebnis einer schwarz-gelben Ratsmehrheit</b>
Es klingt in heutiger Zeit wie ein entfernter Hall aus der Bundeshauptstadt. Aber auch in Köln gab es zwischen 1999 und 2003 eine schwarz-gelber Mehrheit. Zwar kennt die Kommunalverfassung keine "Regierung", weil dem Stadtparlament die gesetzgebende Kompetenz fehlt. Doch weiß der geneigte Betrachter nicht erst seit der rot-grünen Ratszusammenarbeit, dass eine feste Ratsmehrheit sehr wohl eigene Vorhaben durch Rat und Ausschüsse bringen kann und so die Stadtpolitik eben maßgeblich gestaltet. In der Ratsperiode 1999 bis 2003 gab es vonseiten der Liberalen die so genannten "big five", fünf Projekte – heute würde man sagen "Leuchttürme" – der Stadtentwicklung, die sich die Liberalen zum Ziel gesetzt hatten. Und tatsächlich habe man den Ausbau des Niederflurnetzes maßgeblich mit in die Wege geleitet. Sogar zehn Millionen Euro habe man eingespart, weil man mit der Realisierung nicht weiter gezögert hat. Im Jahr 2003 wurden die ersten Baumaßnahmen eingeleitet, zwei Jahre später die zum Betrieb notwendigen Triebwagen erworben.
Eigentlich waren die Bauarbeiten an der unterirdischen Haltestelle Ebertplatz bereits vor drei Jahren abgeschlossen worden, wie auch Sterck einräumte. Aber mit dem Einbau des Rammschutzes sei das Großbauvorhaben nun eben endgültig vollendet worden. "Ich bin froh, dass der Beschluss - bis auf den erst jetzt vollendeten Rammschutz – so zügig umgesetzt wurde und so die Vorteile für die Fahrgäste schnell spürbar wurden", lobte Sterck das Engagement der Verantwortlichen. Das mache Köln "weltstädtisch", so der Liberale weiter. Dabei hatten damals Verwaltung und KVB massive Einwände geltend gemacht, wie der FDP-Politiker erinnerte.
Die Bilanz der anderen Projekte aus dem damaligen FDP-Programm tragen nach ihrer Vollendung jedoch nicht alle die weiße Weste. Mit der Entwicklung des CFK-Geländes und den dort entstandenen Köln Arcaden wurde der Kalker Hauptstraße viel Kaufkraft entzogen. Der RZVK-Turm verärgerte die UNESCO und raubte Stadtentwicklungsdezernent viele Stunden und Reisekosten. Rheinauhafen und Domtreppe mit neuem Bahnhofsvorplatz hingegen werden auch heute noch als Gewinn betrachtet. Auch dort wurden die Grundlagen in der Zeit bis Dezember 2002 gelegt. Die Koalition von CDU und FDP scheiterte, um die Geschichte der schwarz-gelben "Regierungskoalition" zu Ende zu schreiben, mit dem gescheiterten Verkauf der GAG-Anteile auf der legendären letzten Ratssitzung im Dezember 2002. Es folgte die erste Zusammenarbeit zwischen CDU und Grünen, die allerdings nur bis zu Kommunalwahl 2004 andauern sollte.

























