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27. 05. 2012
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Wirtschaftsdezernentin sieht Köln auf gutem Weg


15.09.2011 15:32 von:

Schlagwörter: Köln,Wirtschaftsclub Köln,2011,September,Gespräch,Wirtschaftsdezernentin,Ute Ber

In dieser Woche war Wirtschaftsdezernentin Ute Berg zu Gast im Kölner Domhotel. Auf Einladung des Kölner Netzwerk "Wirtschaftsclub Köln" legte die seit Anfang Februar dieses Jahres amtierende Beigeordnete für die Bereiche Wirtschaft und Liegenschaften Zeugnis ihrer bisherigen Arbeit ab – und zog dabei eine positive Zwischenbilanz ihrer eigenen Tätigkeit. Ein funktionstüchtiges Team habe sie aufgebaut und erste Schritte unternommen, die Marke Köln voranzutreiben. Nach dem kölschen Klüngel befragt, betont sie, dass intensives Networking durchaus positiv zu bewerten sei und dass sie aus den Kontakten zu Kölner Vereinen, Verbänden und Initiativen inzwischen ihr eigenes Netzwerk aufgebaut habe, so die frühere Kieler Dezernentin, die auf Vorschlag der SPD und mit der Mehrheit des Stadtrats Nachfolgerin des heutigen Landesfinanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans wurde.

Allerdings bleiben die Kölner trotz ihres weltoffenen Habitus für die Dezernentin noch ein kleines Rätsel. Sie räumte ein, dass es schwierig sei, aus den "Vorgarten" ins "Haus" und in den "Hintergarten" zu gelangen, trotz aller Kontaktfreudigkeit der Kölner Ureinwohner. Trotz ihrer norddeutschen Verwaltungserfahrung bezeichnete sich Berg als "temperamentvoll, engagiert und konsequent". Dass die derzeitige Wirtschaftslage es der Wirtschaftsförderin nicht gerade leicht macht, die Außenwirkung der Domstadt mit Verve voranzutreiben, andere Metropolen wie München oder gar die Stadtstaaten Hamburg und Berlin haben da deutlich mehr Mittel. Und selbst Düsseldorf im kommenden Jahr auf der Leitmesse der internationalen Immobilienprofis, der Mipim in Cannes, mit eigenem Stand vertreten sein. Köln hatte schon im Vorfeld an seinem Fernbleiben als Aussteller festgehalten. Grund sind notwendige, "freiwillige" Einsparungen, die noch Bergs Vorgänger schlucken musste. So erfuhr der Marketing-Etat bei den Kürzungsrunde eine überproportionale Berücksichtigung.

Trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen und der dadurch begrenzten Mittel versicherte Berg, dass sie ihre Rolle als "Lobbyistin", als Interessenvertreterin der Unternehmer und Unternehmen in der Domstadt "temperamentvoll, engagiert und konsequent" voranbringen wolle. Deren Potentiale als Medienstadt sieht sie noch nicht ausgeschöpft. Auch Handel, Versicherungen und IT seien wichtige Elemente des vielfältigen Angebots der unterschiedlichen Branchen. Die Bestandsaufnahme basiert auf einem bereits seit Jahrzehnten bekannten Mix aus rund zehn Leitbranchen. So gehört Köln unter den deutschen Versicherungsstandorten zur Spitze. Auf Augenhöhe mit München und mit weitem Abstand vor den anderen Metropolen ist die Branche überdies der mit Abstand wichtigste Gewerbesteuerzahler. Ähnlich verhält es sich mit der Chemischen Industrie, die im Verbund mit den Gemeinden des so genannten "Chemiegürtels" rund um die Domstadt das größte zusammenhängende "Cluster" bilden.

Nicht nur dort ergeben sich zudem weitere Potenziale in der Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft. Nicht nur hier weiß sie sich mit ihrem Dienstherrn, Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, auf der gleichen Wellenlänge. Der hatte dieses Ziel bereits in seinem Wahlkampf 2009 zum Schwerpunkt erklärt. Eine Studie im Jahr danach bestätigte das Gewicht des Wissenschaftssektors in Köln.







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