27. 05. 2012
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Wolfgang Clement tritt aus SPD aus
Um 9:59 Uhr erreichte das entsprechende Schreiben per Mail die
Parteizentrale. Clement kritisierte darin gleiche mehrere Punkte. So
monierte der Ex-SPDler die Versuche, seine Meinungsfreiheit
einzuschränken. Auch das schwebende Verhältnis zur Partei der Linken
sowie eine Wirtschaftspolitik, „die auf die De-Industrialisierung“ der
Bundesrepublik hinausläuft waren Argumente für seinen Parteiaustritt.
Bei seinen ehemaligen Parteifreunden stieß der plötzliche Austritt auf
Bedauern. NRD-SPD-Chefin Hannelore Kraft trat als erste vor die Presse
und kommentierte den unrühmlichen Abgang des ehemaligen
Spitzengenossen. „Wir haben ihm mit der gestrigen Entscheidung der
Bundesschiedskommission eine Brücke gebaut“, erklärte die
NRW-Parteichefin. Auch im Bundesvorstand stieß der Abgang auf
Unverständnis. „Für ihn wäre in der SPD Platz gewesen“, versuchte
SPD-Parteichef Franz Müntefering die Wogen zu glätten. Clement selbst
äußerte sich nach Bekanntwerden seines Ausscheidens nicht weiter zu
seinen Beweggründen.
Die Sozialdemokraten befinden sich derzeit ohnehin in einem
Stimmungstief. Nach den jüngsten Wahlforschungsergebnissen liegt die
Zustimmung für die SPD in der Wahlbevölkerung bei derzeit 23 Prozent,
dem niedrigsten Stand überhaupt.

























