27. 05. 2012
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Zehnter Todestag von Ex-OB Harry Blum
Mit großer Mehrheit konnte sich der CDU-Spitzenkandidat Harry Blum bei den Oberbürgermeisterwahlen im Jahr 1999 gegen seine Konkurrenz durchsetzen. Die Sozialdemokraten litten damals unter dem gerade aufgedeckten Skandal um ihren Spitzenkandidaten und vormaligen Oberstadtdirektor Klaus Heugel. Doch die Amtszeit des damals 55-Jährigen sollte nur von kurzer Dauer sein. Bereits am 17. März 2000 verstarb der im sauerländischen Lennestadt geborene CDU-Politiker an einer schweren Herzerkrankung. Heute jährt sich sein Todestag zum zehnten Mal. "Ich erinnere mich an Harry Blum als einen Menschen und Politiker, der durch seine freundliche und offene Art, sein Engagement und seinen gradlinigen Politikstil die Herzen der Kölnerinnen und Kölner gewonnen hat", so Oberbürgermeister Jürgen Roters. "Solidarität, Respekt und Toleranz waren die Eckpfeiler seines Handelns. Obwohl seine Amtszeit als Oberbürgermeister nur kurz währte, hat er viele für die Stadt Köln wichtige Projekte angestoßen", so der SPD-Politiker weiter.
Blum war ein waschechter Kölscher, obwohl im Sauerland geboren. Nach dem Krieg kehrte die Familie wieder nach Köln zurück. Dort machte Blum zunächst am Dreikönmigen-Gymnasium sein Abitur und studierte anschließend Jura. Bereits im Jahr 1965 übernahm der damals 21-Jährige das Immobilienunternehmen seines verstorbenen Vaters und führte es bis zum Jahr 1994. Bereits ein Jahr zuvor (1964) trat er der CDU bei. Zwischen 1975 und 1984 vertrat er seine Partei in der Bezirksvertretung Rodenkirchen, anschließend wirkte er als Stadtrat. Dabei war er unter anderem Mitglied im Finanz- und Hauptausschuss und schließlich als Vorsitzender im Stadtentwicklungsausschuss mit. 1991 wurde Blum zum ersten Bürgermeister seiner Partei gewählt. Erst kurz vor seiner Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters ließ der Kölner CDU-Politiker seinen eigentlichen Vornamen Johannes Jacob in "Harry" umbenennen. Nach seiner Wahl zum Kölner Stadtoberhaupt, dessen Position mit der Reform der Gemeindeordnung erstmals auch die Leitung der Kölner Stadtverwaltung in die Hände des gewählten ersten Bürgers legte, setzte Blum einige wichtige Maßnahmen um, wie zum Beispiel ein zentrales Bürgertelefon oder ein Schulbauprogramm. Viele seiner Vorhaben konnte er wegen seines frühen Todes jedoch nicht mehr erleben. Sie wurden jedoch von seinem Nachfolger im Amt, Fritz Schramma, fortgeführt.
Die eigentliche Kranzniederlegung findet am heutigen Mittwoch auf dem Sürther Friedhof statt. Sein Bild hängt in der Piazetta des Historischen Rathauses. Im Jahr 2005 benannte die Stadt Köln den Platz vor dem Kölner Hafenamt am Rheinauhafen nach ihrem ehemalige Stadtoberhaupt in Harry-Blum-Platz um. Die Zentrale der städtischen Häfen und Güterverkehr AG (HGK) trägt seither seinen Namen im Briefkopf.

























