27. 05. 2012
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Zwei neue Dezernentinnen für Kölner Stadtspitze
Auf der bevorstehenden Sitzung des Kölner Stadtrates am 7. Oktober dieses Jahres will Oberbürgermeister Jürgen Roters dem Stadtrat zwei Anwärterinnen auf den Posten der Kämmerin bzw. Sozialdezernentin vorstellen. Wie das städtische Presseamt am heutigen Dienstag bekannt gab, schlägt die Stadtverwaltung die derzeitige Kämmerin von Wesel, Gabriele C. Klug, sowie Henriette Reker als neue Sozialdezernentin vor. In beiden Fällen hatten die Kölner Grünen das Vorschagsrecht für die Nachfolge von Ex-Sozialdezernentin Marlis Bredehorst und Ex-Stadtkämmerer Dr. Norbert Walter-Borjans. Klug hatte sich bereits schon einmal Hoffnung auf den Kölner Posten an der Spitze der Kämmerei gemacht. Allerdings zog Roters nach einem Brief des damaligen Regierungspräsidenten Hans-Peter Lindlar das damalige Bewerbungsverfahren zurück. Nun hat die Grünen-Politikerin ihre zweite Bewerbung abgegeben und ist erneut der Favorit des Kölner Gestaltungsbündnis. Aufgrund der derzeitigen Mehrheitsverhältnisse gilt die Wahl der beiden Dezernentinnen als relativ sicher. SPD und Grüne verfügen im Kölner Stadtrat über 45 Stimmen. Mit der Stimme des Oberbürgermeisters haben die beiden Koalitionspartner damit eine hauchdünne Mehrheit in der Kölner Bürgerschaftsversammlung.
Damit könnten in der nächsten Sitzung bereits Nachfolgerinnen für zwei der drei derzeit vakanten Beigeordnetenstellen präsentiert werden. Beide Kandidatinnen sind Volljuristinnen und haben bereits hinreichende Erfahrungen in leitenden Verwaltungspositionen gesammelt, wie die Stadtspitze betonte. Die 55-jährge Klug arbeitet derzeit als Dezernentin in Wesel. Die zweite Kandidatin Reker ist sogar eine echte Kölnerin. Die 53-jährige Juristin arbeitete in der Vergangenheit bereits als Beigeordnete in Gelsenkirchen, nach acht Jahren im Amt wurde Reker im Jahr 2008 für weitere acht Jahre im neuen Amt bestätigt. Ihr Aufgabengebiet umfasste die Bereiche Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz. Im Jahr 2005 war die Dezernentin sogar kommissarisch für das Finanzmanagement der Stadt verantwortlich. Bis Mai dieses Jahres war sie zudem für einige Monate für die Bereiche Finanzen und Feuerwehr verantwortlich.
Dabei gelang es ihr trotz der angespannten Haushaltssicherung der Ruhrgebietsstadt nach der Fusion der städtischen Kinderklinik mit dem Knappschaftskrankenhaus, ein modernes und leistungsfähiges Krankenhauszentrum aufzubauen. Oberbürgermeister Jürgen Roters ist überzeugt: "Durch ihre langjährigen und vielseitigen Erfahrungen als Beigeordnete hat Frau Reker umfassende fachliche und Managementerfahrungen für das in Köln zu besetzende Amt. Wenn der Rat meinem Vorschlag folgt, wird sie dieses Amt nach ihrer Wahl engagiert, innovationsfreudig und mit hoher Motivation für ihre Heimatstadt Köln gestalten", so Roters abschließend.
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