27. 05. 2012
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Alternative für „Rotes Haus“ am Alter Markt kommt bei SPD gut an
Unlängst hatten Studierende der Kölner Fachhochschule von Politik und der Immobilienwirtschaft einen ungewöhnlichen Auftrag erhalten. Sie sollten nach Alternativen für das in der Kritik stehende „Rote Haus“ am Alter Markt suchen. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs liegen nun vor. Als erste Partei hat sich nun die Kölner SPD positiv zu den eingereichten Arbeiten geäußert. „Eine städtebaulich ansprechende und kostengünstige Alternative zum Roten Haus ist möglich“, so lautet das Fazit der eingegangenen Entwürfe und Ideen vonseiten der Studierenden. Der kölner Haus- und Grundbesitzerverein und die Kölner Fachhochschule hatten den Wettbewerb gemeinsam ausgelobt, um Bewegung in die verfahrene Situation zu bringen. Denn der zuletzt in der Debatte stehende Entwurf eines Neubaus an der Treppe zwischen Alter Markt und Rathausvorplatz sollte nicht wie ursprünglich geplant 3,8, sondern nun etwas mehr als sechs Millionen Euro kosten.
„Mut zur Lücke „, so könnte die Überschrift über dem von der Jury ausgewählten Siegerentwurf lauten. „Wie erwartet hat sich gezeigt, dass sich hervorragende Ergebnisse finden lassen, wenn man Scheuklappen ablegt und nicht länger nach dem Motto ‚koste es, was es wolle’ an überkommenen Vorstellungen festhält“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kölner Stadtrat, Martin Börschel. So hatten die Sozialdemokraten bereits bei den vergangenen Abstimmungen ihre Bauschmerzen ob der drastisch gestiegenen Kosten zum Ausdruck gebracht. Das Rote Haus, das den barrierefreien Übergang vom Alter Markt zum Rathaus ebenso ermöglichen sollte wie den ebenso barrierefreien Zugang zur unterirdischen Stadtbahn-Haltestelle Alter Markt/Rathaus, war demnach zuletzt nicht viel mehr als eine millionenschwere Aufzughülle. Die SPD blieb mit ihrer Ablehnung des Roten Hauses allerdings alleine, CDU, FDP und auch der grüne Koalitionspartner hatten im Dezember der Errichtung des Roten Hauses noch zugestimmt.
Die SPD hatte hingegen entgegen der Verwaltungsvorlage die Gesamtkosten für diese „Aufzughülle“ sogar auf zehn Millionen Euro taxiert. Neben den Baukosten für das Aufzugbauwerk in Höhe von 6,055 Millionen Euro kämen dann noch weitere vier Millionen Euro hinzu, macht folglich summa sumarum eine Gesamtinvestition von rund zehn Millionen Euro. „Bei der derzeitigen äußerst angespannten Finanzsituation der Stadt Köln mehr als 10 Millionen Euro für den von seiner Nutzbarkeit her fragwürdigen Neubau des Roten Hauses verprassen zu wollen, ist mit meiner Fraktion nicht zu machen“, stellte Börschel nochmals klar. Börschel forderte die anderen Ratsfraktionen zu einem Umdenken auf. Der nun vorliegende Siegerentwurf verbessere sogar die Situation der Rettungswege bei zukünftigen Großveranstaltungen und verhindere überdies Angsträume, wie sie im Roten Haus nicht gänzlich zu verhindern gewesen wäre.


























