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27. 05. 2012
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CDU-Chef Hollstein ruft zur Besonnenheit auf


31.03.2009 22:30 von:

Schlagwörter: Köln,CDU,OB,Kandidat,Schramma,Rückzug,Suche,Partei,Kommunalwahl,2009

Zwei Tage nach dem Rückzug von Amtsinhaber Fritz Schramma von einer erneuten Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters meldet sich Kölns CDU-Parteichef Jürgen Hollstein zu Wort. In einer Presseerklärung rief er zur Besonnenheit bei der Suche nach geeigneten Kandidaten auf. Bundestags-Fraktions-Vize und der Enkel des ehemaligen Bundeskanzlers, der Kölner Notar Dr. Konrad Adenauer, hatten im Laufe des gestrigen Montags abgesagt. Vor allem das Verhalten Adenauers hatte viele in der Partei verwirrt, brachte sich der angesehene Notar in der vergangenen Woche selbst als Nachfolger für Schramma als OB-Kandidat ins Spiel. Kölner Medien spekulierten zudem über zwei weitere potenzielle Kandidaten, die jeweils den Namen des bekanntesten Kölner Politikers aller Zeiten ihr eigen nennen. Hollstein wollte sich aber zu diesen Spekulationen nicht äußern.

"Unser aller Dank geht an Fritz Schramma, der sich neun Jahre lang für Köln und die Kölner aufgeopfert hat und der jetzt nach einem unglaublichen Kesseltreiben aufgegeben hat, seine Nerven liegen verständlicherweise blank", richtete Hollstein sein Augenmerk auf die vergangenen Tage. Nachdem sich die Parteispitze und die Fraktion am gestrigen Montag zu Arbeitssitzungen traf, erhielt Hollstein den Auftrag, die Kandidatensuche alleinverantwortlich zu koordinieren. "Den OB-Kandidaten der CDU kann man nicht nach Rezept backen, den muss man mit allem gebotenem Respekt vor dem höchsten Amt, das die Wählerinnen und Wähler in der Millionenstadt Köln zu vergeben haben, mit Besonnenheit auswählen", stellt Hollstein mit Blick auf die unlängst veröffentlichten Umfragen klar: "Wir wollen mit unserem Kandidaten dem bürgerlichen Lager in Köln ein Angebot machen. Die Kölner Bürgerschaft ist weder von Jürgen Roters noch von anderen Kandidaten überzeugt, die in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle spielen", so Hollstein kämpferisch. Zuvor hatte der FDP-Fraktionschef im Stadtrat und OB-Kandidat seiner Partei, Ralph Sterck, dem Werben des langjährigen Verbündeten eine Absage erteilt. Bei aller Solidarität gegenüber dem Oberbürgermeister wandte sich Hollstein auch die Vorwürfe Schramma in Richtung Landes-CDU. "Es gab und gibt die helfende Hand der CDU Nordrhein-Westfalen", stellte der Parteichef klar.

"Die jetzt angelaufene Kandidatensuche erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landesverband der Christdemokraten und wird der von vielen Mitgliedern eingeforderten Erneuerung Rechnung tragen", versicherte der Geschäftsführer der Kölner CDU, Volker Meertz. "Die CDU Köln ist nicht mehr die von vor fünf Jahren. Die personelle Erneuerung wurde umgesetzt, die heute Handelnden haben schwierige Aufgabe zu bewältigen, die vor allem durch Altlasten geprägt sind", hieß es dazu aus der Kölner Parteizentrale.







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