27. 05. 2012
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CDU fordert internationale Unternehmens-Scouts
Bereits in der kommenden Sitzung des Stadtrates am 10. Februar dieses Jahres will die CDU-Fraktion so genannte Unternehmens-Scouts auch international eingesetzt werden. In ihrem Antrag wollen die Initiatoren unter anderem prüfen, welche personellen und finanziellen Konsequenzen der Ausbau des Unternehmens-Scouting nach sich ziehen wird. Unterstützung für diesen Vorschlag erhielt die CDU nicht zum ersten Mal von Kölns Wirtschaftsdezernent Dr. Norbert Walter-Borjans. Im Vergleich zu anderen internationalen Metropolen, vor allem aber im Vergleich zu anderen deutschen Städten, hat die Domstadt durchaus Nachholbedarf. Obwohl Millionenstadt, sind innerhalb der Wirtschaftsförderung gerade einmal fünf Mitarbeiter mit der proaktiven Ansprache internationaler Investoren beschäftigt, wie der Leiter der Abteilung Standortmarketing im Kölner Amt für Wirtschaftsförderung, Michael Josipovic, bei der heutigen Vorstellung zweier Umfragen erläuterte. Düsseldorf hat demnach sieben, Dresden neun und die Bundeshauptstadt Berlin gleich 27 Beschäftigte, die sich ausschließlich um internationale Kontakte kümmern, so Josipovic weiter.
CDU sieht großes Potenzial
In die gleiche Richtung ginge auch der CDU-Antrag, wie Walter-Borjans auf der heutigen Pressekonferenz fast schon beiläufig erwähnte. Ein Ausbau dieser Aktivitäten sei auch vor dem Hintergrund der beiden vorgestellten Studien durchaus sinnvoll, schließlich gebe es in der Kölner Wirtschaftsförderung unter anderem das Netzwerk so genannter "Köln-minded people", Multiplikatoren in aller Welt mit einer besonderen Affinität zur Domstadt. Langfristig soll die Sollstärke von Spezialisten mit internationaler Ausrichtung um weitere vier wachsen, so die Zielrichtung. Auch die Einrichtung eines Auslandsbüros, wie es andere deutsche Städte wie Aachen, Duisburg oder Hamburg bereits in China erproben, sei nicht gänzlich ausgeschlossen. Dr. Martin Schoser, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, sieht die Hauptaufgabe vor allem in der Gewinnung zusätzlicher Investoren aus dem Ausland. Im Inneren habe das mit dem Unternehmensservice bereits gut funktioniert, lobte Schoser die Arbeit der Wirtschaftsförderung. Sein Parteifreund und Fraktionschef Winrich Granitzka will dabei auch eine Spezialisierung auf einzelne Branche forcieren. "Vorbild sollte der Microsoft-Campus sein", so der CDU-Politiker. Im Idealfall könnten die Scouts Bedürfnisse von ausgesuchten Branchen frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren.

























