27. 05. 2012
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CDU: Innerparteilicher Streit um Kitas
Die CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Verpoorten (CDU) hat ihrem Parteifreund Leonhard Kuckart widersprochen. Der hatte sich vehement gegen die Zulässigkeit des Baus neuer Kindertageseinrichtungen ausgesprochen. "Spielende Kinder klingen nach Zukunft, nicht nach Pressluftbohrern", erklärte die CDU-Politikerin, die seit vergangenem Jahr für die Christdemokraten im nordrhein-westfälischen Landtag Sitz und Stimme hat. Dabei geht es um ein Gesetzesvorhaben eines weiteren Parteifreundes, des amtierenden Bundesumweltministers und Vorsitzenden der CDU NRD, Dr. Norbert Röttgen. Verpoorten hat den Bundesumweltminister dazu aufgefordert, an seinem Gesetzentwurf zur Zulassung von Kindertageseinrichtungen in reinen Wohngebieten unbeirrt festzuhalten. "Genau so wie wir dafür eintreten, dass neue Senioren-Einrichtungen nicht in die Randgebiete der Städte verbannt werden, treten wir mit Nachdruck dafür ein, die bisherige kinderfeindliche Gesetzeslage zugunsten der Kinder und junger Familien zu verbessern", sagte die Abgeordnete, die auch stellvertretende Vorsitzende der "Jungen Gruppe" innerhalb der CDU-Landtagsfraktion ist.
Der Vorsitzende der NRW-CDU-Senioren-Union, Leonhard Kuckart (79), hatte in seinen Äußerungen den Geräuschpegel spielender Kinder mit der Lärmbelästigung durch Pressluftbohrer verglichen. Damit versuchen die Senioren innerhalb der CDU den Bau neuer Kindertageseinrichtungen in reinen Wohngebieten zu verhindern. Aber die Äußerungen Kuckarts scheinen selbst innerhalb der Senioren-Union kaum Rückhalt zu haben. "Wo und wann immer ich in den letzten Tagen mit älteren Mitgliedern unserer Partei gesprochen habe, kam nur verständnisloses Kopfschütteln, wenn nicht massive Kritik an dem unbegreiflichen Vorstoß", so Verpoorten weiter. Die Landtagsabgeordnete forderte den Kritiker dazu auf, sein Vorhaben als ordentlichen Antrag für den nächsten CDU-Landesparteitag zu formulieren. Über das Ergebnis einer entsprechenden Abstimmung lässt die 37-jährige CDU-Politikerin keine Zweifel. Kinderfreundlichkeit, da ist sich Verpoorten sicher, wird innerhalb der CDU eine "überwältigende Mehrheit" erzielen.

























