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27. 05. 2012
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CDU: Kölner Hochschulen werden übersehen


04.08.2009 06:21 von:

Schlagwörter: Köln,Hochschulpolitik,Vorstellungen,OB,Kandidat,Peter,Kurth,Umfrage,Psychologie

(js) "Mich treibt um, dass Köln als Wissenschaftsstandort weder innerhalb noch außerhalb richtig wahrgenommen wird", klagte Peter Kurth. Denn der Ruf von Hoch- und Fachhochschulen sei "ausgezeichnet". Sollte er Oberbürgermeister werden, will er diese Bildungsinstitute stärker in die Stadtentwicklung und das Stadtmarketing einbeziehen. Er sprach sich für eine Verlegung der Fachhochschule von Deutz in die Südstadt aus, wie es Stadtplaner Albert Speer in seinem Masterplan vorsieht. Parallel zu diesen Planungen müsse aber auch entwickelt werden, was stattdessen am alten Standort entstehen solle. Weiter soll die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft verbessert werden. Schließlich müsse sich die Stadt um mehr und preiswerte Wohnungen für Studierende einsetzen. Er habe kein Verständnis dafür, dass die Stadt dem bauwilligen Studentenwerk kein Grundstück zur Verfügung stelle, obwohl Landesmittel für einen Bau bereit ständen.

Grundlage für die CDU-Überlegungen zum Hochschulstandort ist eine Online-Umfrage, die die Kölner Psychologie-Professorin Elisabeth Sticker in diesem Jahr durchgeführt hat. Danach schneiden weder Universität und Stadt besonders gut ab. Zwar stehen auf der Plus-Seite ausreichend Fahrradabstellplätze, ein gutes Kulturangebot, gute Jobmöglichkeiten und eine zufriedenstellende Infrastruktur. Bemängelt wird jedoch – bei fachlichem Können – das fehlende methodische Wissen bei lehrenden Professoren, schlechte räumliche und technische Ausstattung, das schlechte Zahlenverhältnis von Professoren zu Studierenden, Unpünktlichkeit der öffentlichen Nahverkehrsmittel – und eben die hohen Mieten. An den beiden letzten Punkten kann die Stadt etwas ändern. Für eine Verbesserung der Studiensituation ist allerdings die CDU/FDP-Landesregierung zuständig. Unterm Strich mag es da trösten, dass vor allem "private Gründe" bei der Wahl von Köln als Studienort ausschlaggebend waren und nicht der Ruf der Universität. Allerdings sind die Umfrage-Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren, sie sind keineswegs repräsentativ, sondern geben bestenfalls Tendenzen wieder: Von rund 40.000 Studierenden nahmen nur 244 daran teil, gut die Hälfte davon studierten Psychologie.

Damit die Presse vergangene Sünden wieder ein bisschen gut machen kann, sollen auch die nachfolgenden CDU-Wünsche nicht unter Tisch fallen: Die Stadt soll mehr Jobs für Studenten anbieten, die Wege zu Universität, Hoch- und Fachhochschulen besser auszeichnen und mit der Wirtschaft ein Projekt entwickeln, dass den Studierenden bei der Finanzierung ihres Studiums hilft.







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